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VfB Friedrichshafen: Nur drei Pünktchen fehlen zum Final Four

Hauchdünn hat Titelverteidiger VfB Friedrichshafen in der Indesit European Champions Legaue den Einzug ins Final Four verpasst. Nach dem 3:2-Sieg im Viertelfinal-Hinspiel, verloren die Häfler in der ausverkauften Arena Friedrichshafen das Rückspiel gegen Sisley Treviso (ITA) mit 2:3 (25:22, 23:25, 20:25, 26:24, 12:15)

Solch ein Volleyballfest hat es in Friedrichshafen noch nicht gegeben – da waren sich alle Beteiligten einig. In einer ausverkauften und damit rappelvollen Arena feierten die Zuschauer und unterstützen den VfB nach Kräften. Beinahe hätte es gereicht, um das Unmögliche möglich zu machen und das Final Four in Lodz (Polen) zu erreichen. Letztendlich aber verloren die Häfler im Viertelfinal-Rückspiel der Indesit European Champions League gegen Sisley Treviso (Italien) nach einem mehr als zweistündigen Volleyballkrimi auf höchstem Niveau mit 2:3 (25:22, 23:25, 20:25, 26:24, 12:15). Da sie das Hinspiel mit 3.2 und einem Bällverhältnis von 101:99 gewonnen hatten, fehlten ihnen letztlich nur drei Punkte, um die ersehnte Endrunde zu erreichen.

“Ich bin nicht enttäuscht – wirklich nicht. Wir haben ein Volleyballfest erlebt, das es in Friedrichshafen noch nicht gegeben hat”, sagte VfB-Cheftrainer Stelian Moculescu. “Wir haben eine gute Mannschaft, aber letztlich nicht so viel Potenzial, um mit einem Team wie Treviso immer auf Augenhöhe zu sein.”

Sichtlich beeindruckt von der gewaltigen und lautstarken Kulisse gingen beide Kontrahenten in die Partie. Treviso erwischte den besseren Start, ehe die Gastgeber aufdrehten. Angeführt von einem bis in die Haarspitzen motivierten Idi sicherte sich Friedrichshafen über 16:14 und 21:17 den umjubelten ersten Satzgewinn. Und die Feierstimmung hielt an. Während die Häfler der Partie auch weiterhin ihren Stempel aufdrückten, machte sich in den Gesichtern der Stars aus Italien immer mehr Resignation breit. Mit 19:14 und 23:20 führte der VfB – zum Gewinn des zweiten Abschnitts aber reichte es nicht. Denn Trevisos Alberto Cisolla machte mit einer eindrucksvollen Aufschlagserie einen Strich durch die Rechnung und verschaffte seinem Team den Satzausgleich.

Nun waren die Gäste am Drücker und gewannen Abschnitt drei. Doch so einfach wollte sich die Häfler nicht in die Knie zwingen lassen. Sie boten ihren Kontrahenten energisch die Stirn und sorgten damit dafür, dass sich Satz vier zu einem packenden Thriller entwickelte. Kein Team konnte sich mehr als zwei Punkte absetzen, ehe sich Christian Pampel die zweite Möglichkeit zum Gewinn des Abschnitts nutzte und den damit verbundenen Satzausgleich schaffte. Kein Wunder, dass es nun niemanden mehr auf den Sitzen hielt. Enthusiastisch feuerten die Fans ihre Lieblinge an – und mussten doch mitansehen, wie sich Treviso Punkt um Punkt sicherte. Gleich vier Matchbälle hatten die Italiener, als Pampel mit zwei Assen zur Aufholjagd ansetzte, die jedoch letztlich ohne Erfolg blieb. “Wir haben alles gegeben, aber es hat nicht gereicht”, sagte Pampel. “Es ist doch klar, dass wir nach so einer Niederlage enttäuscht sind. Aber in ein paar Tagen sieht das schon wieder anders aus.”

Damit beendet der VfB Friedrichshafen die Indesit European Champions League auf dem fünften Platz. Ein gutes Ergebnis wie Moculescu findet. “Wir können uns in Europa sehen lassen und deshalb sehr zufrieden sein”, sagte der Coach. “Es ist immer leichter, nach oben zu kommen als oben zu bleiben. Die Mannschaft hat diese Aufgabe wirklich gut gelöst.” Und weiter: “Unser Ziel ist es jetzt, die Meisterschaft zu gewinnen. Wenn uns das gelingt, können wir im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen, um das Final Four zu erreichen.”

Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
15. März (19.30 Uhr) BL: VfB Friedrichshafen – Netzhoppers Königs Wusterhausen
19. März (20.15 Uhr) BL, Play-offs Viertelfinale: VfB Friedrichshafen – Platz 8 Normalrunde

PM/VfB



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