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DVV-Pokalfinale - Joao José: „Ich erwarte niemals ein leichtes Spiel“

Seit 2004 ist Joao José beim VfB Friedrichshafen. Der Kapitän der portugiesischen Nationalmannschaft war „absoluter Wunschspieler“ von Trainer Stelian Moculescu und rechtfertigt diese Bezeichnung mit herausragenden Leistungen: Drei Deutsche Meisterschaften, drei Pokalsiege sowie als Krönung der Gewinn der Champions League 2007 – der sprunggewaltige José, mittlerweile auch Kapitän des Rekord-Pokalsiegers, hatte stets einen großen Anteil daran. Im Interview äußert sich der 29-Jährige zum VfB Friedrichshafen und zum anstehenden DVV-Pokalfinale gegen evivo Düren.

joao jose
Liebling der Fans: Joao José, Kapitän des VfB Friedrichshafen
(Foto: Günter Kram)


Seit 2004 sind Sie beim VfB Friedrichshafen und gewannen seitdem je drei Mal die Deutsche Meisterschaft und den DVV-Pokae sowie ein Mal die Champions League. Waren Sie seit jeher mit ihren Vereinen so erfolgreich?
So viele Male hintereinander nicht. In meiner letzten Saison in Portugal habe ich mit Castelo da Maia die Meisterschaft und den Pokal gewonnen. Aber das war eben jeweils nur ein Mal.

Was zeichnet den VfB Friedrichshafen aus?
Wir haben eine gute Mannschaft und einen exzellenten Trainer. Stelian Moculescu sucht jedes Jahr wieder neue Spieler mit Potenzial. Ich weiß nicht, ob es Glück oder das Wissen von Stelian ist: Wir haben immer eine nette Gruppe mit Spielern, die bereit sind, hart zu arbeiten. Zwar sind viele Ausländer dabei, die dann mit ein paar Deutschen gemischt werden. Trotzdem aber gibt es keine Probleme aufgrund der unterschiedlichen Mentalitäten. Unser großer Vorteil ist: Wir sind zwölf Spieler, die miteinander spielen und niemanden ausschließen.

Ist auch das Umfeld in Friedrichshafen etwas Besonderes?
Ja, es ist perfekt. Es gibt nicht viele Klubs in Europa und sogar der ganzen Welt, die so gut organisiert sind. Die Leute in unserem Umfeld sind immer freundlich und versuchen zu helfen, selbst wenn es nur um eine Kleinigkeit geht. Auch zu unseren Fans haben wir ein sehr gutes Verhältnis. Alles zusammen macht es sehr angenehm, in Friedrichshafen zu spielen.

Sie eilen mit dem VfB Friedrichshafen auch in dieser Saison von Erfolg zu Erfolg. Ungeschlagener Tabellenführer, Viertelfinalist in der Champions League und Finalist im DVV-Pokal. Wie kann eine Mannschaft konstant über eine Saison lang auf einem so hohen Niveau agieren?
Das ist nicht einfach. Ich denke, unser Training und unsere Teamkonstellation sind dafür die Gründe. Wir sind zwölf Spieler, die um die Plätze auf dem Spielfeld kämpfen, und nicht nur sechs. Das heißt: Einer kann hereinkommen und in diesem Spiel dann den Unterschied ausmachen. Jedes Training ist bei uns wie ein Wettkampf. Alle Spieler versuchen immer, alles zu geben.

In ihrem Steckbrief geben Sie an, der VfB Friedrichshafen sei für Sie der größte Impuls in ihrem Leben. Wie meinen Sie das?
Der Verein hat einen großen Einfluß auf mein Leben. Das fängt mit meiner Familie an, geht über mein Bankkonto und reicht bis zum Volleyball. In Friedrichshafen ist mein Leben einfacher geworden. Ich habe hier ein schönes Leben mit meiner Frau. Es war für uns möglich, einen Sohn zu bekommen, weil wir hier die nötige Sicherheit haben und uns keine Sorgen machen müssen. Aber auch in sportlicher Hinsicht war der Wechsel nach Friedrichshafen mit das Beste, was mir passieren konnte. Wir haben einen fantastischen Trainer, ein fanastisches Team und ein gutes Umfeld. Damit konnte ich mich auch als Volleyballspieler weiterentwickeln.

Im Pokalfinale wartet mit evivo Düren der Vizemeister der drei vergangenen Jahre. In diesem Jahr läuft es nicht so rund bei Düren. Ein leichtes Spiel für Sie?
Ich erwarte niemals ein leichtes Spiel, egal wer der Gegner ist. Unsere Mannschaft zeichnet aus, dass wir in jedes Spiel gehen als ob es ein Finale wäre. Düren ist ganz sicher kein einfacher Gegner. Das Team spielt zwar nicht so konstant wie in den vergangenen Jahren, aber ist trotzdem gefährlich. Das Pokalfinale ist nur ein einziges Spiel – und da weiß man nie, was passiert. Wir werden unser Bestes geben müssen, um diese Begegnung zu gewinnen.

Ist es ein Vorteil für ihre Mannschaft, dass sie aus den Vorjahren die Spielstätte bereits kennen und Düren in diesem Jahr zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem GERRY WEBER STADION macht?
Ich denke, es ist ein Vorteil. Das Gerry-Weber-Stadion ist eine Halle mit nicht ganz einfachen Bedingungen. Es gibt dieses natürliche Licht. Wenn es sonnig ist, kann es damit ganz schön kompliziert sein, zu spielen. Zudem ist die Halle sher groß und bietet Platz für ein riesiges Publikum. All diese Dinge kennen wir schon. Das wird uns helfen.

Zwei Mal haben Sie bereits die Atmosphäre der DVV-Pokalfinals in Halle/Westfalen erlebt. Wie haben Sie die Geschehnisse vor jeweils fünfstelliger Zuschauerzahl empfunden?
Es war phanastisch. Noch nie zuvor habe ich vor mehr Zuschauern gespielt. Viele Spieler träumen davon, ein Mal vor so einer Kulisse aufzutreten. Für uns ist das schon Wirklichkeit geworden. Es ist die perfekte Atmosphäre für solch ein Finale.

Im Vorfeld des Finals gab es ein etwas anderes Foto-Shooting mit Dürens Star Heriberto Quero im Box-Ring. Auf dem Volleyball-Feld gingen in der Vergangenheit stets Sie als Sieger vom Feld. Wie wäre es im Ring gewesen?
Ich habe keine Ahnung. Vielleicht wären die Chancen 50:50. Denn Heriberto Quero ist auch ein ganz schön starker Bursche.

Das Endspiel der Frauen zwischen NA.Hamburg und dem VfB Suhl beginnt um 13.00 Uhr. Ab 15.30 Uhr findet das Männer-Finale zwischen dem VfB Friedrichshafen und evivo Düren statt. Tickets können über eine Hotline (05201/818-0) geordert werden oder per E-Mail an karten@gerryweber-world.de Zudem gibt es Tickets bei allen CTS-Vorverkaufsstellen.

(PM/DVV)



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