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CL: VfB Friedrichshafen - Ein Spiel der vergebenen Möglichkeiten

Der VfB Friedrichshafen hat das letzte Vorrundenspiel in der Indesit European Champions League verloren. Gegen Olympiacos Piräus (Griechenland) zogen die Häfler mit 2:3 (25:19, 25:22, 22:25, 21:25, 14:16) den Kürzeren und ließen dabei eine 2:0-Satzführung sowie zwei Matchbälle im fünften Durchgang ungenutzt

Schon beim Betreten versprühte die Halle „Melina Merkouri“ in Athen (Griechenland) nur wenig Charme. Wild zusammengewürfelte Musik hallte aus den Lautsprechern. Neonscheinwerfer tauchten die Heimspielstätte des griechischen Rekordmeisters Olympiacos Piräus in grelles Licht und offenbarten zugleich gähnende Leere auf den Tribünen. Etwa 100 Zuschauer verloren sich zum letzten Vorrundenspiel in der Gruppe C der Indesit European Champions League gegen den VfB Friedrichshafen in der 2000 Personen fassenden Arena, die so gar keinen Glamour eines Champions-League-Abends im Volleyball versprühen wollte.

VfB - Piräus
Enttäuscht nach der Niederlage: Juliano Bendini, Lukas Tichacek, Idi, Markus Steuerwald und Christian Pampel (Foto: Conny Kurth)

Dass die Volleyballer vom Bodensee die Partie nach zwei Stunden äußerst knapp mit 2:3 (25:19, 25:22, 22:25, 21:25, 14:16) verloren, passte da irgendwie ins Bild. Auch, dass die Häfler eine 2:0-Satzführung sowie zwei Matchbälle im fünften Durchgang ungenutzt ließen. „Jetzt wissen die Jungs, dass es nicht lustig ist, zu verlieren“, sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu und richtete den Blick nach vorn. „Für die nächsten Spiele ist das gar nicht so schlecht. Ein bisschen ,Hallo wach’ schadet nicht.“

Zu Beginn schien es, als wollten Kapitän Joao José & Co. mit dem aktuellen Dritten der griechischen Liga kurzen Prozess machen. Dank eines gut aufgelegten Lukas Tichacek im Zuspiel, der José und Juliano Bendini in der Mitte immer wieder erfolgreich in Szene setzte, ging Satz eins im Handumdrehen sowie Satz zwei nach deutlich mehr Gegenwehr an den VfB. Als die Häfler im dritten Durchgang mit 16:13 führten, schien es, als sei ihnen der Sieg nicht mehr zu nehmen.

Zum Entsetzen der zehn mitgereisten Häfler Fans aber schlug dann die Stunde von Piräus´ Boyan Yordanov. Mit rafinierten Sprungflatter-Aufschlägen brachte er die VfB-Annahme aus dem Konzept und Olympiacos zurück ins Spiel. Beim 17:18 geriet Friedrichshafen erstmals in Rückstand und konnte den Satz nicht mehr wenden. Piräus war nun am Zug. Die Griechen servierten druckvoll, fanden im Angriff immer wieder die Lücken im Häfler Block und erkämpften sich so den kaum noch für möglich gehaltenen Satzausgleich. „Wir haben zwei Sätze lang sehr gut gespielt“, so Moculescu. „Dann dachten die Jungs, dass das so weitergeht und sind bestraft worden.“

Im Entscheidungssatz bot sich dem VfB-Ensemble noch einmal die große Chance zum Sieg. Nach 1:6-Rückstand kämpfte sich die Mannschaft heran, hatte beim 9:9 den Ausgleich geschafft und beim 14:12 die zweifache Chance zum Matchgewinn. An diesem Tag leider vergebens. Letztlich war es der Brasilianer Idi, der einen Angriff im Block versenkte und damit die Niederlage besiegelte. „So manches Mal im Spiel habe ich mir gedacht, dass wir mit so vielen Fehlern eigentlich gar nicht gewinnen können“, sagte José. „Vielleicht ist so ein Spiel für unsere Köpfe ja gar nicht schlecht.“

Trotz der Niederlage geht das Abenteuer Champions League für Friedrichshafen weiter. Schon vor dem Duell gegen Piräus war dem Team der zweite Gruppenplatz, der zum Einzug in die Play-offs der besten Zwölf berechtigt, nicht mehr zu nehmen. Zwar wird der Gegner des VfB erst bei der Auslosung am Donnerstag (31. Januar) in Luxembourg ermittelt, eines aber steht schon fest: Die Häfler Fans dürfen sich auf noch mindestens ein Heimspiel ihrer Lieblinge in der europäischen Königsklasse freuen – eine volle Arena sowie eine große Portion Glamour inbegriffen.

Die nächsten Spiele des VfB Friedrichshafen
2. Februar (19.30 Uhr) BL: evivo Düren - VfB Friedrichshafen
6. Februar (20.00 Uhr) BL: VfB Friedrichshafen - SCC Berlin
10. Februar (16.00 Uhr) BL: Generali Haching – VfB Friedrichshafen


PM/VfB



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