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Olympia-Quali (F): Verloren und doch weiter - DVV-Frauen im Halbfinale!

Die DVV-Frauen haben bei der europäischen Olympia-Qualifikation in Halle/Westfalen das Halbfinale erreicht und ihre Chance auf das Olympia-Ticket gewahrt: Vor einer begeisternden Kulisse von über 7.000 Zuschauern verlor die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti zwar 1:3 (25-22, 25-27, 15-25, 23-25) gegen die Niederlande, der eine Satzgewinn reichte jedoch, um als Gruppenzweiter in das Halbfinale einzuziehen.

Zuvor hatte sich Polen als erstes Team der Gruppe B für das Halbfinale bei der europäischen Olympia-Qualifikation in Halle/Westfalen qualifiziert: Der zweifache Europameister bezwang die Türkei mit 3:1 (27-29, 25-16, 28-26, 25-20) und schloss die Vorrunde ungeschlagen ab.

Im Halbfinale wartet auf die DVV-Frauen mit Weltmeister Russland (17.30 Uhr, live bei Eurosport und www.laola1.tv) ein ganz dicker Brocken. Das zweite Halbfinale bestreiten Polen und Serbien (20.00 Uhr, live auf Eurosport und www.laola1.tv). Punktbeste Spielerinnen waren Angelina Grün (21) und Cornelia Dumler (14) bei Deutschland sowie Manon Flier (25) und Ingrid Visser (18) für die Niederlande.

Startformation Deutschland: Tanja Hart, Angelina Grün, Christiane Fürst, Corina Ssuschke, Cornelia Dumler, Hanka Pachale, Heike Beier

Startformation Niederlande: Manon Flier, Chaine Staelens, Francien Huurman, Ingrid Visser, Kim Staelens, Debby Stam, Janneke van Tienen (Libero)

Toller Rahmen für das so wichtige Spiel im GERRY WEBER STADION: Über 7.000 Volleyballfans sorgten für eine phantastische Atmosphäre. Die Ausgangsposition war klar: Deutschland brauchte einen Satz, um in das Halbfinale einzuziehen, die Niederländerinnen mussten deutlich 3:0 gewinnen. Dementsprechend umkämpft begann die Partie. Nach jedem Ball hechteten die Spielerinnen auf beiden Seiten, die Protagonisten bei der deutschen Mannschaft waren Dumler und Grün, die aus allen Lagen punkteten. Dabei kam dem deutschen Spiel zugute, dass die niederländische Annahme gehörig wackelte und somit nur äußerst selten über die gefährlich Schnellangreiferin Visser agieren konnte. Die Zwei-Punkte-Führung beim 8-6 hatte bis zum 18-16 Bestand, dann sorgte ein Block von Ssuschke gegen Stam für noch mehr Klarheit. Nachdem die Niederländerinnen den ersten Satzball noch abwehren konnten, sorgte Dumler mit ihrem siebten Punkt im ersten Satz für die Erlösung (25-22).
Die Luft war eigentlich raus, doch beide Seiten wollten den Sieg. Die Niederländerinnen erwischten den besseren Start (1-4), der deutsche Konter ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Vor allem Grün sammelte Punkt um Punkt. Nach einem Ass von Ssuschke schien alles auf eine 2:0-Satzführung hinaus zu laufen (21-17), dann erfolgte ein Einbruch in der Annahme. Die Niederländerinnen machen sechs Punkte in Folge und drehen den Satz.
Das ging nicht spurlos an der deutschen Mannschaft vorbei, die im dritten Satz völlig den Faden verlor. Mitte des Satzes sorgten die Aufschläge von Flier und die Angriffe von Staelens und Visser für einen großen Vorsprung und den deutlichen Satzgewinn.
Mit Kozuch für Pachale begann die deutsche Mannschaft den vierten Satz, den sie deutlich besser begann. Kozuch machte in Block und Angriff Punkte und sorgte u.a. für eine 14-11-Führung. Ungenauigkeiten im deutschen Spiel erleichterten den Niederländerinnen die Block- und Feldabwehr, sodass sie abermals in Führung gehen konnten. Dieses Mal gelang den deutschen Spielerinnen zwar noch mal der Ausgleich, aber Visser machte mit einem Aufsteiger den Sieg perfekt.


Stimmen zum Spiel

Giovanni Guidetti, Coach Deutschland: „Wir wollten das Spiel gewinnen, aber nach dem ersten Satz war es eine ganz veränderte Situation. Für die Niederlande war jeglicher Druck weg und dann haben sie auf einem sehr hohen Niveau gespielt. Aber jetzt denke ich eigentlich schon an das Halbfinale, wo mit Russland eine sehr schwere Aufgabe auf uns wartet – aber wir lassen uns was einfallen.“

Angelina Grün, Spielführerin Deutschland: „Es ist schon ein komisches Gefühl verloren zu haben und trotzdem ins Halbfinale gekommen zu sein. Ich glaube wir haben gegen die Niederlande verloren, weil sie sehr stark gespielt haben und uns in einigen Situationen die Power fehlte. Aber wir müssen jetzt auf Russland schauen und da unser Spiel noch mal ganz genau drauf ausrichten. Ich glaube im Halbfinale wird es wichtig sein, dass wir sehr schlau spielen und mit den Fans zusammen einen wahren Rausch entwickeln können. Dann haben wir auch gegen Russland eine Chance.“

Avital Selinger, Coach Niederlande: „Wir haben in diesem Spiel gezeigt, auf welchem hohen Level wir spielen können. Leider haben wir es aber nicht geschafft den ersten Satz zu gewinnen um uns somit unsere Möglichkeiten offen zu halten und den Druck auf Deutschland weiter zu erhöhen. Aber trotz des Sieges heute sind wir natürlich enttäuscht, dass wir leider nicht nach Peking fahren können.“

Ingrid Visser, Spielführerin Niederlande: „Wir haben heute sehr viel Charakter gezeigt, besonders nach dem ersten Satz. Wir wollten unbedingt mit erhobenen Kopf das Stadion verlassen und das können wir nach diesem Spiel auch. Das wir die Qualifikation für die Olympischen Spiele nicht geschafft haben ist sicherlich sehr schade, aber keine Schande.“

Hanka Pachale, deutsche Nationalspielerin: „Klar sind wir etwas enttäuscht, dass wir nicht gewonnen haben, aber wir sind im Halbfinale und haben damit weiterhin die Möglichkeit uns für Peking zu qualifizieren. Natürlich müssen wir jetzt gegen einen ganz harten Brocken antreten. Russland ist schließlich der amtierende Weltmeister, das sagt schon alles. Aber ein Chance hat man trotzdem immer.“

Christiane Fürst, deutsche Nationalspielerin: „Schon im ersten Satz war das ein ganz schweres Spiel, obwohl wir den noch gewinnen konnten. Aber danach haben die Niederländerinnen weiter auf einem hohen Level gespielt und waren dazu noch locker, schließlich hatten sie ja nichts mehr zu verlieren. Das Spiel heute hat uns noch einige unserer Schwächen aufgezeigt und wir müssen uns gegen Russland alle sehr steigern um eine Siegeschance zu haben.“

Heike Beier, deutsche Nationalspielerin: „Den ersten Satz haben wir primär über unseren guten Aufschlag gewonnen, der wurde aber im Laufe des Spiels immer schwächer. Dazu hatten wir verstärkt Annahmeprobleme und somit konnten wir auch unsere Angriffe nicht mehr so aufbauen wie geplant. Um Russland zu schlagen müssen wir viel konstanter spielen und das auf einem noch höheren Level als heute.“

(Quelle: DVV)



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