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Olympia-Quali (F): DVV-Frauen nach 2:3 gegen Polen unter Siegzwang gegen die Niederlande

Die DVV-Frauen haben bei der europäischen Olympia-Qualifikation in Halle/Westfalen ihre erste Niederlage kassiert und stehen vor dem letzten Spiel am Freitag gegen die Niederlande (20.00 Uhr) unter Siegzwang: Die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti unterlag vor 4.100 begeisterten Zuschauern dem zweifachen Europameister Polen trotz zweimaliger Satzführung mit 2:3 (25-22, 21-25, 25-14, 19-25, 8-15).

Dabei reichte der deutschen Mannschaft eine 12:8-Führung im vierten Satz nicht. Polen übernahm mit zwei Siegen die Tabellenführung in der Gruppe B und hat beste Aussichten, das Halbfinale zu erreichen. Punktbeste Spielerinnen waren Angelina Grün (31) und Hanka Pachale (14) auf deutscher Seite, bei Polen punkteten Anna Podolec und Malgorzata Glinka-Mogentale (je 18) am häufigsten.

Startformation Deutschland: Tanja Hart, Angelina Grün, Hanka Pachale, Cornelia Dumler, Christiane Fürst, Corina Ssuschke und Heike Beier.

Startformation Polen: Katarzna Skowronska-Dolata, Anna Baranska, Katarzyna Gajgal, Milena Saruek, Malgorzata Glinka-Mogentale, Eleonora Dziekiewicz, Mariloa Zelik

Tolle Stimmung im GERRY WEBER STADION – 4.100 Zuschauer wollten den Showdown zwischen Deutschland und Polen sehen und wurden nicht enttäuscht: Beide Teams lieferten sich vom ersten Ballwechsel an einen offenen Schlagabtausch, kein Ball wurde leichtfertig hergeschenkt. Die deutsche Mannschaft setzte sich im ausgeglichenen ersten Durchgang als erstes Team ab und sicherte sich den Satz nach einem 21:17-Zwischenspurt. Auch im zweiten Satz lief das deutsche Spiel auf Hochtouren, die Angriffskombinationen wurden von der reaktivierten Tanja Hart glänzend initiiert und zumeist von Grün abgeschlossen. Nachdem die deutsche Mannschaft mit einem 16:14 –Vorsprung aus der technischen Auszeit kam, nutzten die Polinnen eine kurze Schwächephase des Gastgebers und konnten ausgleichen. Der dritte Satz sah dann eine dominierende deutsche Mannschaft, die ihren Gegnerinnen nicht den Hauch einer Chance ließ: Kaum ein Angriff der Polinnen wurde im Block und Abwehr nicht berührt, auf der Gegenseite punkteten Angelina Grün, Hanka Pachale und Corina Ssuschke zahlreich. Die glänzende Vorstellung sollte auch im vierten Satz bis zum 12:8 Gültigkeit haben, dann kam ein unerklärlicher Bruch in das deutsche Spiel. Auf einmal wackelte die zuvor so stabile Annahme, die Polinnen legten eine 8:1-Serie hin und drehten den verloren geglaubten Satz. Davon erholte sich die deutsche Mannschaft nicht, vor allem die 1,93 Meter große Anna Podolec punktete in Angriff und Aufschlag nach Belieben. Eine bitter Niederlage, weil absolut mehr drin war.

Stimmen zum Spiel

Tanja Hart: „Wir haben die Polinnen wieder ins Spiel gebracht. Sie waren nach dem dritten Satz völlig von der Rolle. Ich weiß nicht, ob es ein Konzentrationsloch war oder aber die Folge, weil wir den Satz zuvor so klar gewonnen hatten. Jetzt müssen wir gegen die Niederländerinnen gewinnen, das wird nicht einfach. Die haben einen hohen Block und gute Angreiferinnen.“

Marco Bonitta: „Alle Zuschauer heute werden ihr Kommen nicht bereut haben, es war ein wirklich tolles, spannendes Spiel. Ich bin sehr stolz auf mein Team, es hat sich den Sieg wirklich verdient, weil wir im Spiel nie aufgegeben haben und den Sieg vielleicht noch mehr wollten als das deutsche Team. Das war vor allem in den engen Situationen entscheidend für uns, obwohl ich zugeben muss, dass man die strittigen Entscheidungen im vierten Satz auch gegen uns hätte pfeifen können.“

Milena Rosner: „Glückwunsch an Deutschland, sie haben heute sehr stark gespielt, vor allem in der Abwehr waren sie sehr überzeugend. Aber im fünften Satz haben wir einfach konzentrierter gespielt und wir hatten natürlich das Glück Anna Podolec in unseren Reihen zu haben, die uns mit ihrer Aufschlagserie den Sieg gesichert hat.“

Giovanni Guidetti: „Ich habe heute unser bestes Spiel in den letzten fünf Monaten gesehen, umso enttäuschender ist es, dass wir nicht gewonnen haben. Wir waren wirklich stark in allen Bereichen – bis zum 12:8 im vierten Satz. Da haben wir uns leider eine entscheidende Schwächephase geleistet, obwohl ich glaube, dass wir bis zu den umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen noch voll im Satz waren, aber danach war der Durchgang leider weg. Im fünften Satz hat man einfach gemerkt, dass Polen noch mehr Reserven hatte als wir und das haben sie dann voll ausgespielt. Auch wenn diese Niederlage schmerzt, so hat sich an unserer Ausgangslage nichts geändert. Mir war schon vor Turnierbeginn klar, dass unsere Gruppe erst am Freitagabend entschieden wird. Und so wird es mit unserem 'Endspiel' gegen die Niederlande auch kommen.“

Angelina Grün: „Bei mir herrscht momentan eine Mischung aus Enttäuschung und Ärger. Wir haben so einen guten dritten Satz gespielt und führen auch Mitte des vierten Durchgangs mit vier Punkten und dann reißt bei uns alles ab. Aber an der Entwicklung des vierten Satzes waren wir nicht allein Schuld, die Entscheidungen des ersten Schiedsrichters sehe ich doch sehr kritisch. Im fünften Satz legen wir dann einen klassischen Fehlstart hin und dann ist das Match leider vorbei. Aber trotz allem Ärger blicke ich zuversichtlich auf das Spiel gegen die Niederlande – da gilt's und wir werden alles tun um ins Halbfinale zu kommen.“

Christiane Fürst: „Das war heute von uns ein deutliche Leistungssteigerung zum Spiel gegen die Türkei. Wir haben phasenweise super gespielt, allein der dritte Satz war sehr stark von uns. Leider hat aber diese tolle Leistung dann am Ende nicht zum Sieg gereicht. Aber an unserer Ausgangslage hat sich ja trotz der Niederlage nichts geändert – wir müssen am Freitag gegen die Niederlande gewinnen.“

(Quelle: DVV)




Weltmeister Russland ohne Probleme gegen Kroatien

Weltmeister Russland hat bei seinem ersten Auftritt bei der europäischen Olympia-Qualifikation in Halle/Westfalen Stärke gezeigt: Russland siegte souverän gegen Außenseiter Kroatien mit 3:0 (25-19, 25-15, 25-12). Für die Kroatinnen dürfte das Turnier damit vorzeitig beendet sein, sie kassierten nach dem 2:3 gegen Rumänien bereits die zweite Niederlage. Punktbeste Spielerinnen waren Ekaterina Gamova (20) und Liubov Shashkova (14) bei Russland sowie Sanja Popovic (11) und Jelena Alajbeg (9) bei Kroatien.

Startformation Russland: Marina Sheshenina, Liubov Shachkova, Natalia Alimova, Ekaterina Gamova, Natlalya Safronova, Yulia Merkulova, Ekaterina Kabeshova

Startformation Kroatien: Marina Katic, Jelena Alajbeg, Ivana Milos, Sanja Popovic, Zrinka Petrovic, Mirela Delic, Lucija Cigic

Der Respekt vor dem Weltmeister war zu Beginn auf kroatischer Seite zu spüren. Ohne viel Zutun stand es schnell 3-0, dann berappelte sich der große Außenseiter und glich beim 7-7 erstmals aus. Als die Kroatinnen mit zwei Punktchancen am russischen Block scheiterten, nahm Kroatiens Trainer Mijo Vukovic seine erste Auszeit (11-9). Nach einem Schnellangriff von Merkulova sowie zwei erfolgreichen Aktionen von Shashkova (mit Trikotnamen Sokolova) ging es mit 16-11 in die zweite technische Auszeit. Die Russinnen setzten sich auf 20-13 ab, der Rest war nur noch Formsache: die eingewechselte Natalia Kulikova steuerte per Lob den letzten Punkt bei (25-19).

Die Dominanz der Russinnen setzte sich im zweiten Satz nahtlos fort – erst beim 5:0 gelang den Kroatinnen der erste Punktgewinn nach einem Aufschlagfehler von Sheshenina. Körperlich total überlegen, stellte der Weltmeister am Netz des öfteren ein unüberwindbares Hindernis dar. Lediglich Alajbeg konnte sich ab und an gegen den Block durchsetzen (16-8). Dies bedeutete natürlich die Vorentscheidung im zweiten Durchgang, der deutlich mit 25-15 an den Favoriten ging.

Der Beginn des dritten Satzes war für die Kroatinnen nicht ganz so verheerend wie im zweiten Satz, nach einem Ass von Gamova hatte der Favorit bei der ersten technischen Auszeit bereits ein Vier-Punkte-Polster (8-4). Davon zehrten die Russinnen bis zum 13-9, ehe die drei nächsten Zähler auf das Punktekonto flossen und den Vorsprung ausbauten (16-9). Bei diesem Resultat konnte es sich Russlands Cheftrainer Giovanni Caprara locker leisten, seine wichtigste Spielerin, Shashkova, durch Olga Fateeva zu ersetzen (18-9). Weitere Blockpunkte führten zum 24-12, ein Block von Kulikova beendete das Match (25-12).

Stimmen zum Spiel
Mijo Vukovic, Coach Kroatien: „Heute waren wir ohne jede Chance das Spiel zu gewinnen. Dafür spielt Russland einfach einige Level höher als wir.“

Sanja Popovic, Spielführerin Kroatien: „Wir haben heute nicht gut gespielt, aber Russland hat uns auch nicht gelassen. Sie haben einfach gezeigt, warum sie aktueller Weltmeister sind. Für mich ist das momentan das beste Team der Welt.“

Giovanni Caprara, Coach Russland: „Ich bin mit unserem Spiel heute zufrieden. Aber als klarer Favorit auf den Turniersieg sehe ich uns nicht. Es gibt aus meiner Sicht 5 Teams, die das Turnier gewinnen können. Obwohl ich auch Deutschland dazu zähle, glaube ich, dass es für das deutsche Team sehr schwer wird. Der Druck ist sehr hoch für die Deutschen, schließlich ist dieses Turnier ihre letzte Chance zu den Olympischen Spielen zu kommen. Und zu viel Druck wirkt sich zumeist nicht gut auf die Leistung eines Teams aus.“

Liubov Shashkova, Spielführerin Russland: „ Wir haben heute sehr gut gespielt und auch zurecht 3:0 gewonnen. Besonders zufrieden können wir heute mit unserem Block und unseren Aufschlägen sein. Da waren wir eine Klasse besser als Kroatien.“

(Quelle: DVV)


Vize-Europameister Serbien kämpft Rumänien nieder

Vize-Europameister Serbien ist mit einem hart umkämpften Sieg in die europäische Olympia-Qualifikation in Halle/Westfalen gestartet: Gegen Außenseiter Rumänien sahen die Serbinnen schon wie der sichere Verlierer aus, drehten dann jedoch noch einen 0:2-Satzrückstand in einen 3:2-Sieg um (25-27, 23-25, 25-22, 25-15, 15-11). Punktbeste Spielerinnen waren Carmen Turlea (24) und Carmen Marcovici (18) auf rumänischer Seite, bei Serbien punkteten Ivana Djerisilo-Stankovic (22) nd Brizitka Molnar (21) am häufigsten.

Startformation Rumänien: Daniela Minca, Carmen Turlea, Iuliana Nucu, Claudia Carstoiu, Elena Butnaru, Carmen Marcovici, Nicoleta Manu

Startformation Serbien: Ivana Djerisilo-Stankovic, Brizitka Molnar, Vesna Citakovic, Maja Ognjenovic, Jelena Nikolic, Stefana Veljkovic, Suzana Cebic

Zoran Terzic, Serbiens Trainer, war nicht zufrieden. Bereits nach zwei Punkten nahm er eine Auszeit, um seine Spielerinnen zu ermahnen. Ein Fehlaufschlag sowie ein Fehler per Angriff waren ihm bereits zuviel. Und er hatte Recht mit seiner frühen Ermahnung: Vize-Europameister Serbien kam gegen die Rumäninnen im ersten Satz nicht so richtig in Fahrt. Die Rumäninnen punkteten eifrig mit Carmen Turlea und ihrem Block und hatten beim 21-24 drei Satzbälle. Die ließen sie ungenutzt, doch wenig später machte Butnaru mit dem fünften Satzball die 1:0-Satzführung klar (27-25).

Der Favorit berappelte sich etwas, ohne jedoch zu glänzen. Dank starker Angriffsaktionen von Molnar ging Serbien 11-7 in Führung, doch die Rumäninnen konterten und verkürzten auf 13-11. Nach und nach mehrte sich das Punktekonto von Außenseiter Rumänien, die Serbinnen wirkten etwas lustlos. Beim Stand von 23-24 dann eine für das bisherige Spiel typische Aktion: Außenangreiferin Nikolic setzt den Aufschlag ins Netz zur 2:0-Satzführung für die Rumäninnen.

Wie im zweiten Satz lag Serbien beim 19-15 mit vier Zählern in Front. Aber die Folgeaktionen waren nicht zwingend genug, und die Rumäninnen, die sich in jeden Ball warfen, konterten zum 19-18. Dann ging Spielführerin Citakovic mit gutem Beispiel voran, versenkte einen Schnellangriff und wehrte stark ab. Der Lohn: Serbien verkürzte nach Sätzen (25-22).

Der Satzgewinn schien die unsichtbare Blockade bei den Serbinnen gelöst zu haben. Nun dominierten sie mit variablem Angriffsspiel den Gegner, die Block- und Feldabwehr stand nun besser (8-3). Kurzfristig rückten die Rumäninnen wieder etwas näher heran (14-11), dann setzte sich die größere Power und Variabilität der Serben durch (25-15).

4-2 gingen die Serbinnen im entscheidenden Satz in Führung, ehe Djerisilo-Stankovic per Ass auf 7-4 erhöhte. Dann packte der Block der Serbinnen erfolgreich zu, die sich mit 9-4 vorentscheidend absetzen konnten. Molnar lieb es vorbehalten, den Matchball beizusteuern (15-11).

Stimmen zum Spiel
Florin Grapa, Coach Rumänien: „Sehr schade, dass wir das Spiel heute noch verloren haben. Wir hatten so eine gute Ausgangslage, 2:0 an Sätzen vorn und am Ende nichts. Aber jetzt wünsche ich Serbien auch sehr viel Glück für das weitere Turnier und das sie die Qualifikation schaffen.“

Carmen Marcovici, Spielführerin Rumänien: „Wir sind wirklich sehr enttäuscht, diese Niederlage war unnötig und unglücklich. Eigentlich spielt Serbien auf einenm höheren Level als wir, davon habe ich aber heute nichts sehen können.“

Nebojsa Protic, Co-Trainer Serbien: „Ich weiß nicht was in den ersten zwei Sätzen mit uns los war!? Wir haben wohl gedacht, das Spiel gewinnen wir hier nur mit 50% unserer Leistung. 25 unnötige Fehler sagen da wohl alles. Ich bin total froh, dass wir da noch mal die Kurve gekriegt haben und mit diesem Sieg weiterhin unsere Chancen auf die Qualifikation wahren.“

Vesna Citakovic, Spielführerin Serbien: „Die ersten zwei Sätze haben wir total verschlafen. Da haben wir wirklich alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Zum Glück haben wir uns dann aber noch mal steigern können und dieses wichtige Spiel gewonnen. Aber für die nächsten Spiele müssen wir uns extrem steigern.“

(Quelle: DVV)



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