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Olympia Quali (F): Turnierstart mit 3:0 gegen die Türkei

Die DVV-Frauen sind erfolgreich in die europäische Olympia-Qualifikation in Halle/Westfalen gestartet. Im Auftaktspiel des Turniers siegte die Mannschaft von Bundestrainer Giovanni Guidetti gegen die Türkei mit 3:0 (25-20, 26-24, 25-19). Punktbeste Spielerinnen waren Angelina Grün (21) und Cornelia Dumler auf deutscher Seite, bei den Türkinnen punkteten Neriman Özsoy (18) und Seda Tokatlioglu (11) am besten.

Der gute Start in den ersten Satz (8-3) hätte der deutschen Mannschaft eigentlich Sicherheit geben müssen. Vor allem Kapitän Angelina Grün punktete aus allen Lagen. Doch auf einmal riss der Faden und die Türkinnen nutzten zwei Annahmefehler von Neu-Libero Heike Beier zum Ausgleich (15-15). Als die Türkinnen gar mit zwei Zählern in Führung gingen, brachte Guidetti Kathleen Weiß für Tanja Hart im Zuspiel. Das zahlte sich aus, die Türkinnen produzierten auf einmal Fehler und „schenkten“ der deutschen Mannschaft mehrere Punkte, den Rest erledigten Grün & Co.
Völlig ausgeglichen verlief zunächst der zweite Durchgang, ehe sich die deutsche Mannschaft mit vier Zählern absetzen konnte. Der Block, der bis dahin kaum existent war, hatte mit Dumler und Fürst zweimal erfolgreich gepunktet (14-10). Doch auch dieser Vorsprung gab keine Sicherheit, die Türkinnen kämpften sich wieder heran, vor allem Özsoy punktete fleißig (17-17). Bis zum 23-23 wogte die Partie nun hin und her, ehe eine Finte von Hart bestraft wurde und die Türkinnen Satzball hatten. Doch die nervenstarke Grün aus dem Rückraum, ein Angriff von Pachale sowie ein aggressives Zupacken von Fürst am Netz drehten den Rückstand in eine 2:0-Satzführung.
Doch auch die Zwei-Satzführung gab keine Sicherheit, die Türkinnen hielten weiterhin dagegen und konnten bis zur Mitte des Satzes die Partie offen halten (15-15). Dann sorgten die drei auffälligsten deutschen Spielerinnen Grün, Pachale und Fürst für zahlreiche Punkte und ein komfortables Punktekonto. Der Sieg war der Mannschaft nicht mehr zu nehmen, Grün steuerte den Siegpunkt unwiderstehlich bei.

Startformation Deutschland: Tanja Hart, Angelina Grün, Hanka Pachale, Cornelia Dumler, Christiane Fürst, Corina Ssuschke und Heike Beier.

Startformation Türkei: Gözde Kirdar, Duygu Bal, Pelin Celik, Neriman Özsoy, Bahar Toksoy, Seda Tokatliogliu, Aysun Özbek

Stimmen zum Spiel
Giovanni Guidetti: „Wir haben heute sicherlich nicht unser bestes Volleyball gezeigt, aber ich bin primär zufrieden, dass wir dieses erste Spiel gewonnen haben. Dabei war auch das Ergebnis wichtig, es könnte sein, dass noch jeder Satz zählt und dann ist dieser 3:0-Sieg doppelt wichtig. Mit Heike Beier war ich als Libero zufrieden. Es war ihr erstes Spiel auf dieser Position und dazu war es auch keine leichte Begegnung für sie. Dafür hat sie ihre Sache gut gemacht und wir haben den Vorteil, dass wir mit Linda Dörendahl immer noch einen sehr guten Ersatz in unserem Team haben. Das gleiche gilt natürlich auch für unsere Zuspielposition. Heute hat Tanja Hart aus taktischen Gründen begonnen, dass nächste mal kann es dann wieder Kathleen Weiß sein. Die beiden Spielerinnen haben ganz unterschiedliche Stärken, das hilft uns sehr und das werden wir auch zu nutzen wissen.“

Corina Ssuschke: „Man hat gesehen, dass es unser erstes Spiel war. Ich war nervös, auch wenn ich schon länger dabei bin. Wir haben das Maximum als Ergebnis herausgeholt, aber unsere gute Trainingsleistungen nicht bestätigen können.“

Christiane Fürst: „Wir haben gewonnen. Es war schwer, ins Spiel zu finden, weil wir von den Türkinnen in dieser Konstellation nichts wussten. Auch wir haben in dieser Formation das erste Mal zusammen gespielt, deswegen bin ich froh, dass wir die knappen Sätze gewonnen haben. Für das Spiel gegen Polen müssen wir uns vor allem im Block steigern.“

Tanja Hart: „Ich war in jeder Hinsicht überrascht. Zum einen natürlich, dass Giovanni Guidetti mich zurück geholt hat und dann dass ich heute auch noch von Anfang an spielen durfte. Deswegen war ich auch heute sehr nervös, aber ich denke das wird sich in den nächsten Spielen legen. Ich bin sicherlich nicht mit meiner Gesamtleistung heute zufrieden, aber das bin ich selten – ich bin halt ein großer Perfektionist und ich werde mich in den nächsten Spielen noch deutlich steigern.“

Angelina Grün: „Wir sind erleichtert, dass wir das erste Spiel gewonnen haben. Der Druck war schon groß und deswegen freuen wir uns über den Erfolg. Sicherlich haben wir heute nicht unser bestes Volleyball gespielt, aber erst mal zählt nur der Sieg. Wir haben eine sehr gute Stimmung im Team, mit Hanka Pachale und Tanja Hart wieder zwei sehr erfahrene Spielerinnen im Team und wir werden uns im Laufe des Turniers noch deutlich steigern.“

Alessandro Chiappini: „Wir haben sehr viele junge Spielerinnen bei uns im Team, sie haben heute eine gute Leistung gezeigt. Auch wenn wir verloren haben, für uns war diese Begegnung eine wichtige Erfahrung. Deutschland hat ein ganz anderes Level als wir, aber obwohl sie heute gewonnen haben, konnte man keinen großen Unterschied erkennen – deswegen bin ich trotz der Niederlage noch zufrieden.“

(Quelle: DVV)




Rumänien besiegt Kroatien 3:2

Rumänien hat das Auftaktspiel der Gruppe A gewonnen: Im Duell der Turnieraußenseiter siegte der Weltranglisten-48. gegen den vier Plätze besser postierten Gegner Kroatien mit 3:2 (21-25, 25-14, 22-25, 25-23, 15-5) und machte dabei einen zweimaligen Satzrückstand wett. Punktbeste Spielerinnen waren Iuliana Nucu (24) und Carmen Turlea (23) bei Rumänien sowie Sanja Popovic (26) und Jelena Alajbeg (22) bei Kroatien.

Startformation Rumänien: Daniela Minca, Carmen Turlea, Iuliana Nucu, Nneka Onyejekwe, Elena Butnaru, Carmen Marcovici, Nicoleta Manu (Libero)

Startformation Kroatien: Marina Katic, Jelena Alajbeg, Ivana Milos, Sanja Popovic, Zrinka Petrovic, Mirela Delic, Lucija Cigic

Die beiden großen Außenseiter in der Gruppe A, Rumänien und Kroatien, lieferten den Zuschauern ein abwechslungsreiches Spiel: Viele Blockpunkte und Abwehraktionen prägten den Anfangssatz, in den die Rumäninnen zunächst besser starteten (8-5). Doch die Kroatinnen hielten dagegen und punkteten vor allem über ihren Kapitän, Italien-Profi Sanja Popovic (14-14). Die um vier Plätze in der Weltrangliste besser positionierten Kroatinnen waren nun besser in der Partie, vor allem der Block punktete nun mehrfach. Den Schlusspunkt zur verdienten 1:0-Satzführung setzte ein Aufschlag-Ass von Popovic – der bis dahin auffälligsten Spielerin (21-25).
Die Rumäninnen zeigten sich jedoch nicht beeindruckt und steigerten im Block mächtig: Die zuvor kaum zu stoppende Popovic scheiterte nun das ein oder andere Mal an der rumänischen Wand um Iuliana Nucu. Die Rumäninnen setzten sich auf 16-8 ab und hatten keine Probleme auszugleichen (25-14).
Völlig ausgeglichen verlief zunächst der dritte Satz, ehe ein Ass von Ivana Milos den Kroatinnen einen kleinen Vorsprung brachte (10-13). Und da auch Popovic nun wieder besser im Spiel war, wurde der Vorsprung auf vier Punkte ausgebaut (12-16). Die Rumäninnen hielten mit ihrer Star-Angreiferin Carmen Turlea dagegen - die Außenangreiferin wurde nun verstärkt von Zuspielerin Daniela Minca gesucht (17-19). Doch näher kamen die Rumäninnen nicht heran, ein Angriff von Jelena Alajbeg bedeutete die abermalige Satzführung für Kroatien (22-25).
Der vierte Satz war zunächst eine Parallele zum zweiten Durchgang – die rumänische Block- und Feldabwehr war nun wieder deutlich präsenter. Das Team setzte sich auf 20-13 ab, ehe eine Fehlerserie der Rumäninnen den Satz nochmals spannend machte (23-23). Die große Aufholjagd wurde jedoch nicht belohnt, am Ende landete ein harmloser Aufschlag im Feld der jungen Kroatinnen (25-23).
Ein „Monsterblock“ von Nucu gegen Popovic ließ Rumänien im entscheidenden Durchgang auf 4:1 enteilen. Drei Punkte von Turlea und Nucu in Folge schraubten den Vorsprung auf 7-1 hoch – die Vorentscheidung. Zwar verkürzten die Kroatinnen nochmals auf 8-5, dann punkteten die Rumäninnen jedoch in Serie mit ihrem Block (12-5). Den letzten Punkt zum 3:2-Sieg Rumäniens steuerte die mit 240 Länderspielen erfahrenste Rumänin, Carmen Marcovici, bei (15-5).

Stimmen zum Spiel
Mijo Vukovic, Coach Kroatien: „Wir haben zwar verloren, aber ich bin dennoch nicht unzufrieden. Wir haben über weite Strecken des Spiels auf einem hohen Niveau gespielt, nur leider hat es am Ende nicht gereicht.“

Sanja Popovic, Spielführerin Kroatien: „Es war ein sehr schweres Spiel für uns. Rumänien hat viel mehr Erfahrung als wir und hat das auch in den entscheidenden Situationen für sich ausgenutzt. Wir dagegen haben immer wenn es eng wurde leider nicht mehr unser bestes Volleyball gezeigt.“

Florin Grapa, Coach Rumänien: „Obwohl wir gewonnen haben, muss ich Kroatien erst mal ein Kompliment aussprechen. Mit ihrem jungen Team haben sie gut gespielt, sie werden in einigen Jahren eine bedeutende Rolle im internationalen Volleyball spielen. Dies ist ein sehr schwieriges Turnier um so mehr freue ich mich über unseren Sieg.“

Carmen Marcovici, Spielführerin Rumänien: „Das war ein optimaler Start für uns. Auch wenn dieses Turnier ganz stark besetzt ist, vielleicht können wir ja für eine Sensation sorgen – eine Grundlage haben wir heute gelegt.“

(Quelle: DVV)



Polen besiegt Niederlande 3:1

Polen hat das mit Spannung erwartete Duell gegen die Niederlande gewonnen: Der zweifache Europameister setzte sich in einem hochklassigen Match mit 3:1 (25-17, 30-28, 16-25, 25-20) gegen Grand Prix Sieger Niederlande durch. Damit kommt es am Mittwoch, 16. Januar (17.30 Uhr, live auf Eurosport und www.laola1.tv) zum Duell der beiden am ersten Spieltag siegreichen Teams Deutschland und Polen. Punktbeste Spielerinnen waren Katarzyna Skowronska-Dolata (22) und Eleonora Dziekiewicz (13) bei Polen sowie Manon Flier (14) und Chaine Staelens (12) bei den Niederlanden.

Startformation Niederlande: Manon Flier, Chaine Staelens, Francien Huurman, Ingrid Visser, Kim Staelens, Debby Stam, Janneke van Tienen

Startformation Polen: Katarzna Skowronska-Dolata, Anna Baranska, Katarzyna Gajgal, Milena Saruek, Malgorzata Glinka-Mogentale, Eleonora Dziekiewicz, Mariloa Zelik

Der zweifache Europameister Polen und Grand Prix Sieger Niederlande, zwei klare Anwärter auf das Peking-Ticket, schenkten sich vom ersten Ballwechsel nichts: Harte Angriffe, hohe Blocks und rasante Abwehraktionen. Das alles auf höchstem Niveau – die Zuschauer waren begeistert. Der erste Satz begann zunächst ausgeglichen, dann behauptete sich der polnische Block immer besser. Die hohen Zuspiele auf die Außenpositionen gaben den Mittelblockerinnen Eleonora Dziekiewicz und Katarzyna Gajgal immer wieder Zeit aufzuschließen und erfolgreich zu sein. Den Schlusspunkt zum letztlich ungefährdeten Satzgewinn setzte Dziekiewicz mit einem Netzroller (25-17).

Das Angriffsspiel der Niederländerinnen kam auch zu Beginn des zweiten Satzes nicht ins Rollen, Diagonalangreiferin Manon Flier konnte ihre Angriffe nicht unterbringen (10-6). Nach zwei Angriffsfehlern von Anna Baranska und Katarzyna Skowronska war der Anschluss geschafft (10-9), ein Monsterblock von Chaine Staelens gegen Skowronska bedeutete den fünften Punkt in Serie und Führung (10-11). Nach einem leichten Angriffsfehler von Malgorzata Glinka sowie einem Block der Niederländerinnen betrug der Vorsprung der Oranjes erstmals drei Punkte (16-19), kurze Zeit später war dies Makulatur, Polen glich aus (19-19). Zwei Angriffsfehler von Baranska ließen die niederländischen Fans wieder jubeln, ihre Lieblinge hatten sich abermals abgesetzt (19-22) und ließen sich erneut einholen (24-24). Zwei Satzbälle verschenkten die Niederländerinnen per Fehlaufschlag, die Polinnen nutzten ihren dritten Satzball durch Glinka zur 2:0-Satzführung (30-28).

Ein Angriff von Staelens, ein Block von Flier (gegen Glinka) sowie ein Ass von Visser machten aus einem 11-11 ein 11-14 für die unter Siegzwang stehenden Niederländerinnen. Als auch die beiden nächsten Zähler an die in orange gekleideten Spielerinnen gingen, deutete alles auf den ersten Satzgewinn der Niederländer hin (11-16). Die Polinnen machten nun Fehler, die zuvor nicht zu sehen waren, Trainer Marco Bonitta reagierte und wechselte mit Glinka und Zuspielerin Sadurekt zwei Stammkräfte aus, Anna Podolec und Katarzyna Skorupa kamen (12-18). Dieses Mal ließen sich die Niederländerinnen jedoch nicht mehr von der Siegerstraße bringen und verkürzten (16-25).

Die Intensität mit der sich beide Teams bekämpften, ließ auch im vierten Satz nicht nach: Die Zuschauer sahen lange Ballwechsel in Hochgeschwindigkeit. Bis zum 10-10 verlief die Partie völlig ausgeglichen, dann versenkte Glinka einen Ball und Staelens verzog (16-13). Nach Block von Dziekiewicz gegen Huurman vollzog Trainer Avital Selinger zwei Maßnahmen: Zunächst nahm er eine Auszeit, dann führte er einen Doppelwechsel mit Riette Fledderus (für Staelens) und Caroline Wensink (für Visser) durch (18-13). Die Polinnen zeigten sich unbeeindruckt von diesen Maßnahmen und punkteten fleißig aus eigener Annahme. Am Ende war es Skowronska, die den umjubelten Matchball zum 3:1-Sieg versenkte (25-20).

(Quelle: DVV)



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