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Olympia-Quali (m): Nach zwei Siegen bittere 0:3 Niederlage gegen Finnland

Es fing so gut an. 3:2 gegen die Türkei und Serbien, so die ersten zwei Spielergebnisse der deutschen Jungs. Nun kann die deutsche Nationalmannschaft nur noch auf einen Sieg der Türkei gegen Serbien hoffen, um den Einzug ins Halbfinale zu schaffen. Mit einem klaren 0:3 (23-25, 15-25, 16-25) gegen Finnland musste sich die Mannschaft von Stelian Moculescu heute in Izmir geschlagen geben. Bleibt im Falle eines Falles noch immer die Hoffnung auf den zweiten Versuch bei der Quali in Düsseldorf (23.-25.05.08)



3. Spiel : Deutschland - Finnland 0:3 (23-25, 15-25, 16-25)

Die deutschen Volleyballer haben auf dem Weg zur ersten Olympiateilnahme seit 1972 mit großer Wahrscheinlichkeit ihre erste Chance verspielt. Nach zwei Auftaktsiegen gegen die Türkei und Serbien kassierten die Schützlinge von Bundestrainer Stelian Moculescu beim europäischen Qualifikationsturnier im türkischen Izmir gegen Finnland eine herbe 0:3 (23:25, 15:25, 16:25)-Niederlage und haben nun noch die vage Hoffnung, dass die noch sieglosen Türken heute Abend (19.30) gegen Serbien gewinnen. Andernfalls ist das Turnier für die Deutschen bereits nach der Gruppenphase beendet. Allerdings bliebe vom 23.-25. Mai im ISS Dome in Düsseldorf bei einem weiteren Turnier eine weitere Chance, das Ticket für Peking zu buchen.

Nach dem durch und durch frustrierenden Erlebnis gegen die Finnen, herrschte bei Moculescu nichts als Ratlosigkeit: „Das ist eine never ending story. Immer wenn du denkst, jetzt sind die Jungs so weit, kommt wieder solch ein Rückschlag. Ich habe keine Erklärung dafür.“

Neben der nervlichen Überforderung hielt der Trainer seinen Spielern zugute, sie seien nach zwei schweren Fünfsatzspielen „körperlich kaputt“ gewesen. „Die beiden letzten Tage haben offenbar zu viel Substanz gekostet.“ Ähnlich sah es auch Mittelblocker Stefan Hübner: „Die Finnen waren nach ihrem gestrigen Ruhetag heute wesentlich frischer als wir.“

Das Spiel gegen die Finnen wurde für das Team des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) nach hoffnungsvollem Turnierstart zu einer herben Enttäuschung. Vom ersten Ballwechsel an agierten die Spieler um Kapitän Björn Andrae nervös und fahrig, die Folge war eine allzu hohe Fehlerquote. Allein sieben vergebene Aufschläge im ersten Satz, „Wackler“ in der Annahme und zu wenig Durchschlagskraft im Angriff ermöglichten den Skandinaviern den Satzgewinn. Im zweiten Durchgang wurde es noch schlimmer, nun lief kaum noch etwas zusammen. Moculescu wechselte zwar munter durch, verhalf u.a. Lukas Kampa zu seinem Länderspiel-Debüt, Stabilität brachten jedoch auch diese Personalmaßnahmen keine. Und so kassierten die mit so großen Hoffnungen nach Izmir gereisten Deutschen eine Niederlage, die an Deutlichkeit keine Fragen offen ließ.

Nun ist es Moculescus vordringlichste Aufgabe, seine Truppe im Hinblick auf die zweite Chance in Düsseldorf wieder aufzubauen. Hübner sprach nach der bitteren Niederlage von einem „großen Trost, dass wir noch eine Chance in Düsseldorf haben. Trotzdem ist solch eine Leistung einfach ärgerlich.“

Quelle: DVV



2. Spiel : Deutschland - Serbien 3:2 (25:22, 24:26, 22:25, 25:19, 15:11)

Die deutschen Volleyballer haben auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen in Peking einen weiteren Schritt nach vorn gemacht. Nach dem Fünfsatzsieg beim Qualifikationsturnier in Izmir gegen Gastgeber Türkei gewannen sie auch ihre zweite Partie gegen den EM-Dritten Serbien mit 3:2 (25:22, 24:26, 22:25, 25:19, 15:11) und haben damit vor dem morgigen letzten Gruppenspiel gegen Finnland beste Chancen, die anvisierte Halbfinalteilnahme perfekt zu machen.
Es war ein Spiel mit vielen Höhen und Tiefen gegen die stark eingeschätzten Serben, die gestern gegen Finnland klar mit 3:0 dominiert hatten. Das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu agierte im Halkapinar Spor Salonu fast zwei Sätze lang wie aus einem Guss. Vor allem die Achse aus Zuspieler Simon Tischer und Diagonalangreifer Jochen Schöps harmonierte zu Spielbeginn wesentlich harmonischer als am Tag zuvor beim schwer erkämpften Erfolg gegen die Türken.
Russland-Profi Schöps war im Angriff immer wieder erfolgreich, folgerichtig wurde der erste Satz gewonnen. Auch im zweiten Durchgang lief es über weite Strecken gut. 22:19 führten die Deutschen, ehe die Souveränität plötzlich wie weggewischt war und die Serben ausgleichen konnten. Mit zwei erfolgreichen Blockaktionen in Folge schien sich das Blatt doch noch zum Guten zu wenden, doch beim Stande von 24:22 wurden zwei Satzbälle vergeben. „Es tat weh, diesen Satz noch abzugeben“, konstatierte Kapitän Björn Andrae, „und es war schwer, danach einen klaren Kopf zu behalten.“
Tatsächlich gab es nach dem unnötigen Satzverlust einen Bruch im Spiel. Die routinierten Serben ließen sich nicht lange bitten und packten die unverhoffte Chance beim Schopf. Auch als im dritten Durchgang Eugen Bakumowski für Kapitän Björn Andrae eingewechselt wurde, brachte das keine neuen Impulse. In Satz vier sah die Auswahl des Deutschen Volleyball Verbandes (DVV) beim Stande von 5:8 wie der sichere Verlierer aus, doch dann besann sich das Team um Routinier Stefan Hübner seiner Kämpferqualitäten und schaffte mit einer Energieleistung den Satzausgleich. Am Ende sicherte sich das deutsche Team einen Sieg, der zwar spielerisch nicht glanzvoll, jedoch aufgrund des nimmermüden Kampfgeistes vollauf verdient war. „Wir haben mittlerweile das Vertrauen in unsere Qualitäten“, sagt Hübner, „keine Mannschaft fährt gegen uns locker ein Spiel nach Hause.“ Bundestrainer Moculescu sagte: „Diese Moral ist bewundernswert. Allerdings hätten wir den Sieg heute wesentlich einfacher haben können.“

(Quelle DVV)



1. Spiel: Deutschland - Türkei 3:2 (25:20, 17:21, 21:25, 25:19, 15:11)

Deutschlands Volleyballer haben bei der europäischen Olympia-Qualifikation in der türkischen Hafenstadt Izmir ihre erste Bewährungsprobe knapp aber erfolgreich bestanden. Das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu schlug vor knapp 2000 Zuschauern im Halkapinar Spor Salonu die Auswahl der Gastgeber mit 3:2 (25:20, 17:21, 21:25, 25:19, 15:11) und tat sich dabei weitaus schwerer als erhofft. Morgen muss gegen den EM-Dritten Serbien (17 Uhr) eine klare Leistungssteigerung her, wenn es auf dem Weg ins Halbfinale keine Niederlage geben soll. „Aller Anfang ist schwer“, gab Moculescu nach dem Matchball zu Protokoll, „aber auch andere Mannschaften erleben hier große Leistungsschwankungen. Die Zeit, um sich vernünftig einzuspielen, war im Vorfeld einfach nicht da.“

Gegen die Türken konnte die Mannschaft um den neuen Kapitän Björn Andrae ihre athletische Überlegenheit im ersten Satz noch zu ihren Gunsten ausnutzen. Das erste Ausrufezeichen setzte Routinier Stefan Hübner zu Spielbeginn, als er ein As zum 3:1 schlug. In der Folgezeit führten die Deutschen regelmäßig und gewannen folgerichtig den ersten Durchgang.

Danach gab es jedoch einen Bruch. Vor allem in den Bereichen Angriff und Block strahlten die Deutschen zu wenig Druck aus und ermöglichten ihren Kontrahenten dadurch immer wieder Möglichkeiten, die diese konsequent nutzten. „Nach dem ersten Satz, in dem es gut lief, haben wir einfach nicht genug Gas gegeben, sondern unseren Stiefel emotionslos runtergespielt“, analysierte Mittelblocker Stefan Hübner. Folgerichtig gingen die Sätze zwei und drei an die teilweise wie entfesselt aufspielenden Gastgeber.

Drei erfolgreiche Blockaktionen zu Beginn des vierten Durchgangs brachten die DVV-Auswahl zurück ins Spiel. Das reichte, um den Entscheidungssatz zu erzwingen, in dem die mit großen Ambitionen gestarteten Volleyballer einen Zittersieg einfuhren.
„Hauptsache gewonnen“, lautete das Fazit von Hübner: „Wir sind schon grandios in Turniere gestartet und danach ist uns die Luft ausgegangen. Vielleicht läuft es dieses Mal ja umgekehrt.“ Und Moculescu atmete erst einmal tief durch, nachdem der Fehlstart abgewendet war: „Diesen masochistischen Drang hat die Mannschaft offensichtlich in sich“, sagte der 57-Jährige mit einem erleichterten Lächeln: „Ich weiß nicht, warum die Jungs das machen. Vielleicht haben sie es ja auf meine Gesundheit abgesehen.“

(Quelle: DVV)



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