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Medien: Mein Lieblingssport - Die Lust am Baggern

Zum Jahresende machte sich die Sportredaktion der FAZ daran, die eigenen Lieblingssportarten der Redakteure zu portraitieren. Herausgekommen ist eine „Liebeserklärung“ von FAZ-Redakteur Bernd Steinle an den Beach-Volleyballsport.

Stellen Sie sich vor, Sie dürften sich eine Sportart basteln. Frei nach Ihren Wünschen. Bei mir sähe das so aus: Erst mal bräuchten wir einen Ball. Dann sollte das Ganze unter freiem Himmel ablaufen, denn: Wahrer Sport ist draußen. Wenn schon draußen, muss es natürlich warm sein, und wenn schon warm, muss da natürlich Wasser in der Nähe sein, am besten ein Meer. Fehlt noch ein bisschen lokales Flair wie, sagen wir, an der Copacabana, ein wenig Musik, die nächste Bar sollte nicht allzu weit sein, und wenn unsere Athleten dann auch noch halbwegs wie Sportler aussehen und nicht wie blasse Hungerhaken, könnte das auch nicht schaden. Das Gute ist: Diese Sportart gibt es. Sie heißt Beachvolleyball.
Mein erstes Beachvolleyball-Turnier spielte ich an einem Baggersee in Biblis. Mit freier Sicht auf das Atomkraftwerk. Es waren große Namen dabei, "Mr. Volleyball" Burkhard Sude etwa oder der spätere Olympia-Dritte Jörg Ahmann. Ich weiß heute noch nicht, wie wir in dieses Turnier geraten waren, was ich aber heute noch gut weiß, ist, dass wir ganz schnell wieder draußen waren. Danach spielten wir auf Hawaii und in Holzgerlingen, in Salzgitter und in Sierra Leone, und einmal auch in einem Ostseebad mit dem damals wahnsinnig futuristisch klingenden Namen Damp 2000.

Wir sehen uns am Strand

Beachvolleyball ist überall, wo Sand ist, und Sand ist im Zeitalter der Beachclubs und Bundespressestrände überall. Wenn auch nicht überall gleich schön. Es gibt Leute, die hängen Fotos auf, wie sie auf den Malediven zu zweit der untergehenden Sonne nachschmachten. Bei uns hängt eins, wie meine Freundin und ich vor einem glutroten Mallorquiner Abendhimmel hingebungsvoll den Ball hin und her baggern.

Natürlich ist Beachvolleyball für manche nicht mehr als primitives Strandvergnügen. Das sind dann oft Leute, für die Sport alles darf, bloß nicht zu viel Spaß machen. Sie begeistern sich gern für Schach oder für Synchronschwimmen. Gottlob. Dabei ist das Beste am Beachvolleyball ganz einfach: Es fordert wie ein Einzelsport, weil man bei jedem Ball ran muss, ist aber ein Teamsport. Wenig im Leben schweißt so zusammen wie eine jahrelange Beach-Partnerschaft. Glauben Sie nicht? Wir sehen uns am Strand.

(Von Bernd Steinle/FAZ)



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