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Start in die Bundesliga - Moculescu bleibt vier Spiele gesperrt

Der Auftakt der Bundesligasaison 2010/2011 findet ohne Stelian Moculescu statt. Das Verbandsgericht des DVV bestätigte die Sperre für die ersten vier Spiele und sorgt damit am Bodensee für Entsetzen. „Die Entscheidung ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagt Geschäftsführer Jürgen Hauke. „Wir bewerten die Situation völlig anders und finden die Vorgehensweise mehr als befremdlich.“

Jetzt ist es definitiv: Stelian Moculescu, Trainer des VfB Friedrichshafen, bleibt für die ersten vier Spiele der Bundesligasaison 2010/2011 gesperrt. Das Verbandsgericht des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) bestätigte in seinem Urteil vom 20. Oktober die Entscheidung des Vorstands der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) und wies damit die Klage des VfB Friedrichshafen zurück.

Der DVL-Vorstand hatte Moculescu aufgrund einer vermeintlichen Tätlichkeit gesperrt. Nach dem dritten Finalspiel zwischen dem VfB und Generali Haching am 1. Mai in der ZF Arena hatte Moculescu zunächst das Gespräch mit dem Schiedsrichterbeobachter Bernhard Menner gesucht und auf dem Rückweg einen Kameramann des Internet-TV-Senders spobox.tv zur Seite geschoben.

Unmittelbar nach der Entscheidung des DVL-Vorstands legte der VfB Einspruch ein. Es schloss sich ein mehrmonatiges Verfahren an, in dem zunächst die Spruchkammer Süd die Sanktion bestätigte und jetzt auch das DVV-Verbandsgericht den Entscheidungen der Vorinstanzen folgte.
Das Urteil ist nicht mehr anfechtbar.

Unter Bezug auf Regel 21 der Internationalen Volleyballspielregeln stellte das Verbandsgericht klar, dass jeder tatsächliche oder versuchte physische Angriff sowie aggressives oder bedrohliches Verhalten den Tatbestand der Tätlichkeit darstelle. Die Mindestsperre laut Bundesspielordnung beträgt vier Spiele. Zudem wird dem VfB Friedrichshafen zu Last gelegt, den Einspruch nicht begründet zu haben.

Gegen diesen Vorwurf verwehren sich nicht nur die Häfler Verantwortlichen, sondern auch Rechtsanwalt Maik Fodor, der den VfB in dieser Sache vertrat. „Wir haben mehrfach Akteneinsicht beantragt.Denn es wäre grob fahrlässig, sich ohne genaue Kenntnis der Aktenlage zu äußern“, sagt Fodor. „Von Seiten der Spruchkammer Süd wurde unsere Kontaktaufnahme allerdings nie erwidert. Die Verfahrensrechte wurden während der gesamten Zeit von der Gegenseite auf das Gröbste verletzt.“

Bemerkenswert zudem: Im Spielberichtsbogen wurde die vermeintliche Tätlichkeit nicht notiert, der Videobeweis wurde erst nachträglich von der Bundesligaversammlung eingeführt und keiner der Beteiligten wurde zur Situation befragt. „Die Entscheidung ist für uns nicht nachvollziehbar. Wir bewerten die Situation völlig anders und finden die Vorgehensweise mehr als befremdlich“, sagt Jürgen Hauke, Geschäftsführer der VfB Friedrichshafen Volleyball GmbH. „Ein Gericht in unserem Land sollte der Wahrheitsfindung und nicht der Willkür dienen. Dafür ist es das Mindeste, die Betroffenen anzuhören.“

An der Sperre aber ist nicht mehr zu rütteln: Moculescu darf damit die Heimspiele gegen den Moerser SC (23. Oktober) und die Netzhoppers KW- Bestensee (6. November) sowie die Auswärtsspiele gegen den VC Gotha (27. Oktober) und den EnBW TV Rottenburg (10. November) nicht von der Trainerbank verfolgen. Die erste Partie nach Ablauf der Sperre ist das Heimspiel gegen die RWE Volleys Bottrop am 13. November.

PM/VfB




Pressemeldung DVL 20.10.2010:
Verbandsgericht bestätigt Sperre von Moculescu


Stelian Moculescu, Trainer des VfB Friedrichshafen, bleibt für die ersten vier Spiele der Saison 2010/11 gesperrt. Das Verbandsgericht des Deutschen Volleyball-Verbandes bestätigte in seinem heutigen Urteil die Entscheidung des Vorstands der Deutschen Volleyball-Liga (DVL) und wies die Klage des VfB Friedrichshafen zurück.

Der DVL-Vorstand hatte Moculescu aufgrund einer Tätlichkeit gegen einen Kameramann während des Play-off-Finalspiels am 1. Mai 2010 für vier Spiele gesperrt. An diese Entscheidung schloss sich ein mehrmonatiges Einspruchsverfahren an. Nachdem bereits die Spruchkammer Süd die Sanktion der DVL bestätigte, folgte jetzt auch das DVV-Verbandsgericht den Entscheidungen der Vorinstanzen. Das Urteil ist nicht mehr anfechtbar.

Unter Bezug auf Regel 21 der Internationalen Volleyballspielregeln stellte das Verbandsgericht unmissverständlich klar, dass jeder tatsächliche oder versuchte physische Angriff sowie aggressives oder bedrohliches Verhalten den Tatbestand der Tätlichkeit darstelle. Die Mindestsperre laut Bundesspielordnung betrage vier Spiele.

Die Berufungsklage des VfB Friedrichshafen wurde nicht nur in der Sache, sondern darüber hinaus auch aus formalen Gründen abgewiesen. So habe der Kläger in dem Rechtsstreit mehrere Verfahrensfehler und Fristversäumnisse zu verantworten.

PM/DVL



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