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EnBW TV Rottenburg: Bei Europapokal-Premiere geht’s nach Österreich

Das Los hat entschieden: Im GM Capital Challenge Cup 2010/2011 trifft der EnBW TV Rottenburg im November auf den österreichischen Erstligisten TSV Sparkasse Hartberg. Für die Rottenburger ist es das erste Mal in der Vereinsgeschichte, dass ein europäischer Wettbewerb erreicht wurde. Über das Los herrscht durchweg Freude im Rottenburger Lager, „besser hätte es nicht laufen können“ sagt beispielsweise Manager Jörg Papenheim.

Vergangene Woche wurden im Hauptquartier des Europäischen Volleyball Verbands (CEV) in Luxemburg die Begegnungen in den europäischen Wettbewerben gezogen. Zum ersten Mal mit im Lostopf des GM Capital Challenge Cups war der EnBW TV Rottenburg. Dank eines fulminanten fünften Platzes in der abgelaufenen Saison qualifizierten sich die Domstädter sensationell für den europäischen Wettbewerb und freuen sich auf ihren ersten Auftritt auf der europäischen Bühne.

Mit Spannung erwartete man die Auslosung, denn sowohl sportlich als auch finanziell hängt vieles von einem guten Los ab. Die Freude war entsprechend groß, als mit dem österreichischen Vertreter TSV Sparkasse Hartberg ein sowohl sportlich als auch wirtschaftlich (von Rottenburg nach Hartberg beträgt die Wegstrecke ca. 750 km) attraktiver Gegner auf die Rottenburger wartet. Als Vergleich: zum russischen Vertreter Fakel Novy Urengoi wären es über 4.000 km gewesen – und das nur Luftlinie.
„Wir freuen uns sehr auf Hartberg“ kommentierte Manager Jörg Papenheim die Auslosung. „Hartberg kennen wir aus einem Vorbereitungsturnier und wir haben einen guten Kontakt zu den Österreichern. Zudem ist es vom Reiseweg für beide Teams gut machbar.“
Und was erwartet der 36-jährige aus sportlicher Sicht von dem Deutsch-Österreichischen Duell?
„Ich schätze beide Teams ähnlich stark ein. Wenn wir zwei gute Tage erwischen, haben wir Chancen auf die nächste Runde. Zumal wir im Falle eines Gleichstandes daheim den golden Set spielen dürfen.“ Mit dem „golden Set“ spielt Papenheim auf den möglichen „Entscheidungssatz“ an, der bei Punkt- und Satzgleichstand nach zwei Partien im Anschluss an das Rückspiel ausgetragen wird und dieses findet in der Tübinger Paul Horn-Arena statt.

Hans Peter Müller-Angstenberger, Rottenburgs Erfolgstrainer, sagte zur Auslosung: „Wir müssen abwarten, wie das Team von Hartberg im Herbst aufgestellt ist. Es ist durchaus realistisch zu sagen, dass wir gegen Hartberg eine Chance haben werden. Ich denke, es wird ein Duell auf Augenhöhe, was natürlich auch für unsere Zuschauer unheimlich spannend wird.“ Gleichzeitig warnt der Trainer vor dem österreichischen Club, der bereits Erfahrungen im Europapokal sammeln konnte. „Für uns als Newcomer ist der Europapokal erst mal Neuland. Es gilt mit Spannung abzuwarten, wie sich „Europapokal“ anfühlt.“

Für den Österreichischen Cupsieger von 2007 ist es der vierte Auftritt im Europapokal und man darf davon ausgehen, dass man in Hartberg den deutschen Volleyball gut kennt. Bereits zum vierten Mal trifft der TSV auf ein deutsches Team, in der vergangenen Saison scheiterte man am späteren Dritten SCC Berlin. TSV-Geschäftsführer Markus Gaugl sieht die Auslosung ähnlich wie Papenheim: "Wir sind sehr glücklich über den sportlich und wirtschaftlich sehr attraktiven Gegner. Das Duell mit Deutschland ist immer etwas Besonderes (…). Wir gehen in die Partien als vermeintliche Außenseiter, wissen aber auch, dass wir nicht chancenlos sind!"

Die Stadt Hartberg liegt im Südosten von Österreich in der Steiermark, ca. 40 km von der Landeshauptstadt Graz entfernt. Samt Ortschaften wohnen ca. 6.600 Einwohner in Hartberg, welches nicht nur ein Herren-, sondern auch ein Damenteam in Österreichs Volleyball Bundesliga ins Rennen schickt. Zu den größten Erfolgen der TSV-Herren zählen der Österreichische Cupsieg 2007 und die viermalige Teilnahme am Europapokal. In der vergangenen Runde wurde der TSV hinter SK Posojilnica Aich/Dob Vierter in der österreichischen Volleyballbundesliga.

Für die erste Runde im Challenge Cup (16./17. bzw. 23./24. Oktober) erhielten die Rottenburger ein Freilos und starten direkt in der zweiten Runde, welche im November ausgespielt wird (16. –18.11. auswärts in Hartberg, 23. –25.11. daheim in der Tübinger Paul Horn-Arena). Der Gewinner aus Hin- und Rückspiel zieht in das 1/16-Finale ein.

Informationen zum Challenge Cup und alle anderen Paarungen findet man unter www.cev.lu.
Informationen zum TSV Sparkasse Hartberg gibt es unter www.volleyball.tsv-hb.net.
Wann der Ticketvorverkauf startet erfährt man zu gegebenem Zeitpunkt auf www.volleyball-rottenburg.de.

PM/TVR



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