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Champions League: Auszeichnung für Friedrichshafen

Große Auszeichnung für den VfB Friedrichshafen: Weil der Deutsche Meister bei den Männern als einziger Klub Europas seit Gründung der CEV Champions League in der Saison 2000/2001 durchgängig am wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb teilnahm, wurde der VfB im Rahmen der CEV Gala in Wien (Österreich) geehrt

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Manager Stefan Mau und Geschäftsführer Jürgen Hauke freuten sich in Wien sichtlich über die Auszeichnung für den VfB Friedrichshafen (Foto: Conny Kurth)

Zehn Jahre sind eine lange Zeit. Erst recht im Sport. Und erst recht in der Champions League. Für den VfB Friedrichshafen sind sie etwas Besonderes. Der deutsche Serienmeister ist bei den Männern in ganz Europa der einzige Verein, der durchgehend und damit von 2000/2001 bis 2009/2010 an der CEV Champions League der Volleyballer teilnahm. Bei den Frauen gelang dieses Kunststück übrigens ebenfalls nur einem Klub:
dem französischen Champion RC Cannes.

Während der European Volleyball Gala, die am Freitag (25. Juni) in Wien (Österreich) anlässlich der Auslosung zur Champions League stattfand, wurde der VfB genau für diese Leistung ausgezeichnet.
Geschäftsführer Jürgen Hauke nahm den Pokal aus italienischem Morano- Glas aus den Händen von André Meyer, dem Präsidenten des Europäischen Volleyballverbandes CEV, entgegen und zeigte sich sichtlich stolz. „Es freut uns zu sehen“, so Hauke, „dass wir ein wichtiges Mitglied in der europäischen Volleyball-Arena sind“.

Das sieht Stelian Moculescu, Trainer und Sportdirektor des VfB Friedrichshafen, genauso. „Das ist etwas, was man nicht so einfach schafft“, sagte er. „Da gehört schon etwas dazu.“ Der 60-Jährige ist der Erfolgsgarant am Bodensee. Seit er 1997 die sportliche Leitung übernahm, gewann der VfB elf Mal die Deutsche Meisterschaft und zehn Mal den DVV-Pokal. Die Häfler nahmen zehn Mal an der Champions League, zwei Mal zudem am Pokal der Landesmeister teil. Vier Mal – 1999, 2000,
2005 und 2007 – erreichten die Häfler das Final Four. Vor drei Jahren gewannen sie als erster deutscher Klub die europäische Königsklasse.

Dieses Ereignis, der Sieg in der Champions League 2007, werden die VfB- Verantwortlichen wohl ihr Leben lang nicht vergessen. „Damals habe ich zum ersten Mal verstanden, wenn jemand sagt, dass er das Ganze noch nicht begreift“, erinnert sich Manager Stefan Mau. „Dieser Erfolg war so überraschend, sensationell und einzigartig, dass ich einige Wochen gebraucht habe, um die Dimension zu erfassen.“ Es ist aber nicht nur der Sieg in der Champions League, der im Gedächtnis bleibt und den wichtigsten Vereinswettbewerb des Europäischen Volleyballverbandes CEV ebenso erstrebenswert wie aufregend macht. Es ist das Gesamtpaket aus sportlicher Herausforderung sowie Zuschauer- und Medieninteresse.

Insgesamt 96 Spiele bestritt der VfB Friedrichshafen bislang in der Champions League. 52 davon wurden gewonnen, 44 verloren. Verbunden waren sie mit zahlreichen abenteuerlichen Reisen. Beispielsweise in der Premierensaison 2000/2001 nach Belgorod (Russland). „Das war ein ganz kleiner russischer Flieger mit Sitzbänken wie in einem Bus“, erinnert sich Moculescu. „Ein Passagier ist im Stehen mit geflogen, weil es keinen Sitzplatz mehr gab. Und das Gepäck mussten wir auch selbst entladen.“ Dass Friedrichshafen dann noch deutlich verlor, trug nicht unbedingt zur Verbesserung der Stimmungslage bei. „Diese Reise“, so Moculescu, „hätten wir uns wirklich sparen können“.

Eiskalt ging es vor acht Jahren in Podgorica (Serbien) zu. Nicht nur außerhalb der Halle herrschten dort winterliche Temperaturen, sondern auch innerhalb. „Das müssen fast Minusgrade gewesen sein. Eigentlich unmöglich, dort zu spielen“, sagt Moculescu. Die Serben aber wussten sich zu helfen – wenn auch auf zweifelhafte Art und Weise. Immer wieder verschwanden die Verantwortlichen mit einem Thermometer, das dann von Mal zu Mal eine höhere Temperatur anzeigte. „Erst waren es 16, dann 18 und später 22 Grad“, so Moculescu. „Wenn sie noch ein paar Mal rausgelaufen wären, hätten wir bei offiziell 30 Grad in der Halle gespielt.“

Die Champions League aber ist auch ein kostspieliges Vergnügen. Eine knappe halbe Million Euro kostet die Teilnahme inklusive Startgebühr, Reisekosten und den Ausgaben für die TV-Produktion, die selbst gestemmt werden muss. Trotzdem ist die Anziehungskraft groß. „Für uns war und ist die Teilnahme an der Champions ein Muss“, sagt Moculescu.
„Da misst du dich mit den Besten und nur das bringt alle, und damit meine ich Spieler und Umfeld, voran.“

PM/VfB



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