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Borger/Büthe: Platz neun bei Premiere


Karla Borger und Britta Büthe freuen sich über Platz 9 bei ihrer Olympiapremiere (Foto: Tom Bloch)

Karla Borger und Britta Büthe liefern sich ein grandiosen Kampf gegen die Lokalmatadorinnen Larissa/Talita, verlieren knapp, und landen bei der Olympia-Premiere auf Rang neun.

 
Bislang hat kein Team auf dem Olympischen Turnier an der Copacabana den Medaillenkandidatinnen Larissa/Talita so viel Punkte pro Satz abgetrotzt, wie die Weltranglisten-Vierten aus Deutschland. Doch dies bleibt ein schwacher Trost: Mit 0:2 (17:21, 19:21) unterlag das Duo aus Stuttgart in 39 Minuten vor knapp 8000 Zuschauern gegen die Brasilianerinnen. Larissa Franca Maestrini (Weltmeisterin 2011, Bronzemedaille London 2012, World Tour Champion 2012) und ihre Partnerin Talita da Rocha Antunes (World Tour Champion 2013) spielen seit dem Zusammenfinden im Juli 2014 äußerst erfolgreich auf der Tour und erreichten ausnahmslos Top-Ten-Platzierungen. Auch beim olympischen Turnier in Rio de Janeiro präsentierte sich das auf Rang eins gesetzte Team in der Gruppenphase makellos: 2:0-Erfolge über Evgenia Ukolova/Ekaterina Birlova aus Russland, Lauren Fendrick/Brooke Sweat aus USA und Kinga Kolosinska/Monika Brzostek aus Polen.
 
Dann kam das Achtelfinale gegen Karla Borger und Britta Büthe. Zwar blieben die Lokalmatadorinnen auch hier ohne Satzverlust, doch in beiden Durchgängen waren die Chancen für einen deutschen Überraschungssieg da. Vor allem mit Aufschlägen auf Talita machten die Deutschen großen Druck – eine Stärke der beiden. Denn bis dato liegen Borger/Büthe mit insgesamt 19 Assen auf Rang zwei im olympischen Scouting, direkt hinter den brasilianischen Weltmeisterinnen Agatha/Barbara. „Ein, zwei Bälle mehr, und es hätte anders ausgesehen“, sagte Karla Borger. „Es war sicher das beste Spiel von uns hier, aber es ist trotzdem so ärgerlich, weil wir gespürt haben, dass was drin war.“ In den entscheidenden Phasen waren es die Brasilianerinnen, die die entscheidenden Punkte gemacht haben und teilweise unglaubliche Abwehrleistungen boten.
 
Drei Spiele innerhalb 19 Stunden – und dazwischen musste auch noch Physiotherapie und Nachtruhe untergebracht werden – doch auf dem Spielfeld war diese Belastung nicht spürbar. Im Gegenteil: „Der Center Court macht richtig süchtig. Das ist so ein Gefühlswirrwarr. Ich will aber nicht weinen“, sagte Britta Büthe, während die Tränen kullerten. „Das ist so bitter, dass wir morgen nicht aufstehen können und wieder raus auf den Center Court dürfen. Das ist einfach so schade.“
 
Olympia-Sieger Jonas Reckermann versuchte, diese Tränen zu trocknen: „Ich weiß, das kommt jetzt noch nicht richtig an, aber ihr könnt stolz sein auf diese Leistung.“ In allen Spielen haben unterschiedliche Elemente gut funktioniert, aber nie alle gemeinsam, hatte er zuvor analysiert, um dann zu sehen, wie Borger/Büthe die Favoriten in beiden Sätzen knacken konnten, zumindest beinahe.  Einen Grund für die instabile Leistung in den Auftritten zuvor, sieht er im Debüt bei Olympia. „Mit Julius zusammen haben wir die beiden zuvor in Stuttgart gebrieft“, sagte Reckermann. „Aber man kann viel erzählen. Die Erlebnisse und die einzigartige Atmosphäre muss jeder selbst erst einmal auf sich wirken lassen und verdauen.“

Fazit: Das Olympia-Debüt auf Rang neun abgeschlossen – übrigens wie einst Jonas Reckermann bei seiner olympischen Premiere. Erneut auf einem internationalen Turnier unter den Top-Ten gelandet, wie fast immer in den vergangenen beiden Jahren. Nun heißt es durchatmen, die Erlebnisse verarbeiten und die Olympia-Atmosphäre genießen, bis der Flieger am Sonntag, 21. August, nach Los Angeles abhebt. Dort geht es beim FIVB Grand Slam von Long Beach (23. – 28. August) wieder von vorne los, die Jagd nach Punkten und nach Preisgeld. 
 
Doch dieses Mal starten Borger/Büthe als Olympioniken.

Tom Bloch, Pro Talents



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