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VLW-Workshop 2009

VLW-Workshop 2009 (20./21.11.2009)

Traditionell Ende November fand in Albstadt auch dieses Jahr wieder der VLW-Workshop statt. Eingeladen waren Vorstand, Funktionäre, Mitarbeiter der Geschäftsstelle sowie interessierte Vereinsvertreter. Schwerpunktthemen waren (Ball-)sportschulen für Grundschulkinder und das VLW-Jubiläum 2012.


Auch vor unseren Workshopteilnehmern machte die Erkältungs- und Grippewelle nicht halt und so fanden sich am Freitagabend von den ursprünglich 22 gemeldeten Teilnehmern 17 in der Sportschule Albstadt ein.

Vortrag „Sportjugend und Integration“

Das Wochenende begann mit einem Vortrag von Michael Zeile vom Landessportverband Baden-Württemberg (LSV) zum Thema „Sportjugend und Integration“. Er stellte die Initiative „Wir tun`s“ vor. Mit dieser Aktion wollen Vereine und Netzwerke aus dem Programm „Integration durch Sport“ auf ihre Arbeit aufmerksam machen.

R.Scheible/ M. Zeile
Reinhold Scheible (VLW) und Michael Zeile (LSV) referierten zum Thema "Integration durch Sport"

„Integration durch Sport“ ist ein bundesweites Programm des DOSB. Seit 1989 wird es von den Landessportbünden und –verbänden in den einzelnen Bundesländern umgesetzt. Ziel ist die Integration von Zugewanderten und sozial benachteiligten deutschen Kindern und Jugendlichen in die Gesellschaft und in den organisierten Sport. In Baden-Württemberg wird das Programm vom Landessportverband (LSV) umgesetzt.
Die Kinder und Jugendlichen sollen an den Sport herangeführt und in den organisierten Sport, d.h. in die Vereine, mit eingebunden werden. Migranten und Migrantinnen sollen auf allen Ebenen aktive Mitglieder im Sportverein werden und auch sozial integriert werden. Förderer sind das Bundesministerium des Innern und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Anhand von zahlreichen Praxis-Beispielen erläuterte Michael Zeile die verschiedenen Ansätze und Möglichkeiten, Migranten in den Sportbetrieb einzubeziehen. Wichtig ist z.B. dass es eine Anlaufstelle bzw. einen Ansprechpartner gibt, die den Kontakt erleichtert. Hierfür gibt es auch spezielle Fortbildungen für Übungsleiter, Trainer und Vereinsfunktionäre, die sich u.a. mit kulturellen Unterschieden befassen, aber auch Möglichkeiten der finanziellen Förderung für die Vereine aufzeigen.
Unterstützung bei der Herangehensweise und der Entwicklung von Handlungskonzepten bekommen interessierte Vereine vom LSV.
Informationen zum Programm gibt es im Internet unter www.integration-durch-sport.de.

VLW-Vizepräsident Reinhold Scheible brachte im Anschluss einen Erfahrungsbericht über die Arbeit der Volleyballabteilung des TSV 1848 Bad Saulgau, die Stützpunktverein des LSV im Programm „Integration durch Sport“ ist. Gut ein Drittel der Mitglieder sind Migranten. Bei der Integrationsarbeit setzt der Verein auf Projektarbeit, jeder – egal welcher Herkunft – soll sich mit seine Fähigkeiten und Möglichkeiten in die Vereinsarbeit einbringen. So wurde z.B. gemeinsam der Bau eines Beachvolleyballfeldes umgesetzt.

Beim gemütlichen Ausklang des Abends in der Sportlerklause wurde noch viel über dieses Thema diskutiert.

Am Samstagvormittag wurden zwei Projekte vorgestellt, die entwickelt wurden, um Kinder im Grundschulalter den Sport näher zu bringen.

Vortrag: „KiSS – Kindersportschule“

Evi Müllerschön Volleyballtrainerin und KiSS-Mitarbeiterin Evi Müllerschön aus Ravensburg gab einen Überblick über das Konzept der Kindersportschule „KiSS“ für Kinder im Alter von 3 bis 10 Jahren.
KiSS ist eine professionelle Variante des Kindersports. So sind hier nur hauptamtliche Sportfachkräfte tätig, die nach einem bestimmten Lehrplan Kindern eine sportliche Grundausbildung bieten. Ballschule, Turnschule und Leichtathletik sind die schwerpunktmäßigen Inhalte, wobei erst spät eine Spezialisierung in eine bestimmte sportliche Richtung angestrebt wird. Ziel ist es, die Kinder für den Sport zu begeistern und sie nach Beendigung der „KiSS“-Zeit in die Sportvereine zu vermitteln.
Aber nicht nur die sportliche Betätigung steht im Mittelpunkt des Konzepts, auch gesundheitliche und pädagogische Aspekte werden in der Arbeit mit den Kindern berücksichtigt und Eltern werden durch regelmäßig veranstaltete Elternabende in das Programm mit einbezogen.

Aufgebaut ist das System ist vier Stufen:
Mini-KiSS (3 – 4 Jahre)
Grundstufe (4 – 5 Jahre)
Aufbaustufe (6 – 7 Jahre)
Orientierungsstufe (8 – 10 Jahre)
Hinzu kommen Schwimmkurse für Anfänger und der „Flitzplatz“.

Neben dem zweimal wöchentlich stattfindenden Training werden auch andere gemeinsame Aktivitäten geplant und unternommen, wie z.B. Spielfeste, Wanderungen, Freizeiten und die Teilnahme am KiSS-Cup. Wobei der Wettbewerbsgedanke im Konzept nur zweitrangig ist. An erster Stelle steht der Spaß und die Freude an der Bewegung – denn nur wenn die Kinder Spaß am Sport entwickeln, werden sie auch nach der KiSS-Zeit weiter im Verein aktiv dabei sein.

Weitere Informationen zur Kindersportschule gibt es unter www.kindersportschulen.de.


Vortrag: „Ballschule Heidelberg“

Jörg Palmer Ein weiteres Konzept, dass sich mit der sportlichen Ausbildung von Kindern im Grundschulalter beschäftigt ist die „Ballschule Heidelberg“. Jörg Palmer vom Berufskolleg Waldenburg stellte das Programm vor.
Zunächst führte er in die gegenwärtige Problematik ein – Kinder bewegen sich heute weniger als vor zwanzig Jahren. Ein Problem ist u.a. der Wegfall der Straßenspielkultur. Kinder haben einen viel geringern Aktionsradius und durch das mangelnde freie Spielen auf der Straße und Bolzplätzen findet keine „natürliche“ Ballschule mehr statt. Auch die frühe Sportartspezialisierung sah er kritisch: „Kinder sind keine Spezialisten, sondern Allrounder.“

Das Prinzip der Ballschule Heidelberg ist relativ einfach: Kinder sollen durch spielen Freude am Ballspielen entwickeln. Gespielt wird mit Bällen in allen Größen und Arten, um ein möglichst umfangreiches Spektrum zu bedienen.
Das „ABC“ der Ballschule Heidelberg stützt sich auf drei Grundpfeiler:
Spielerisch-situationsorient = Spielen lernen
Fähigkeitsorientiert = Verbesserung der Ballkoordination
Fertigkeitsorientert = Verbesserung grundlegender Ballfertigkeiten
Ausgerichtet ist das Konzept auf einen Zeitraum von vier Jahren, in denen drei Stufen durchlaufen werden. In der ersten Stufe (Altersstufe Klasse 1 und 2) geht es zunächst um das Spielen lernen. In Stufe zwei (Altersstufe Klasse 3) wird bereits gezielter trainiert – Rückschlag-, Wurf- oder Torschussspiele. Erst in der dritten Stufe (Altersstufe Klasse 4) soll eine weitere Spezialisierung erfolgen, mit dem Ziel, die Kinder in ein Vereinstraining zu integrieren.

Weitere Informationen zur Ballschule Heidelberg gibt es unter www.ballschule.de

Im Anschluss an die Vorträge fand ein reger Diskussionsaustausch zu den vorgestellten Modellen statt. Deutlich wurde, dass es nicht den einen Weg, das eine Konzept gibt, sondern dass jeweils nach dem passenden Weg im Verein und in der Gemeinde gesucht werden muss.
Entgegen dem Trend scheint eine zu frühe Spezialisierung sehr kritisch zu sein und eine Zusammenarbeit der verschiedenen Sparten im Sport wäre wünschenswert, um den Kindern eine vielfältige sportliche Basis zu ermöglichen. Auch ist die Zusammenarbeit von Schule und Verein ist unbedingt notwendig, gerade im Hinblick auf Ganztagesschulen.



Vorbereitung: Jubiläum 2012

Am Nachmittag war aktive Mitarbeit der Workshop-Teilnehmer gefragt – es ging um die Vorbereitungen für das 50-jährige Verbandsjubiläum im Jahre 2012. VLW-Präsident Martin Walter gab eine kurze Einführung in die Thematik, dann wurden in Kleingruppen Ideen entwickelt. Freies Brainstorming war angesagt, jede Idee wurde zunächst erst einmal zugelassen, ohne Prüfung ihrer Machbarkeit. Es ging darum, einen vielfältigen Ideenpool zu bekommen, um daraus konkrete Projekte herauszufiltern und in zukünftigen Arbeitsgruppen umzusetzen.

Vorbereitung
Johannes Fezer trägt die Ergebnisse seiner Arbeitsgruppe vor, FSJ´ler Michael Neumeier schreibt mit.
Nach einem Nachmittag intensiver Arbeit war eine lange Liste von Vorschlägen entstanden und aus den einzelnen Arbeitsgruppen zusammengetragen worden.
Der nächste Schritt wird sein, aus diesem Ideenpool die Vorschläge herauszufiltern, die innerhalb der personellen und finanziellen Grenzen des Verbandes umgesetzt werden können. Dann werden Projektgruppen gebildet, die sich mit der Umsetzung einzelner Aktionen beschäftigen.

Eine Aufgabe nehmen wir jedoch sofort in Angriff: für eine Ausstellung zum Thema 50 Jahre Volleyball in Württemberg suchen wir Volleyball-Artikel, die einen bunten Überblick über die Entwicklung unseres Sports geben. Kleidungsstücke, Trainingsmaterial, Sportgeräte, Fotos, Zeitungsberichte und, und, und.
Wenn Sie also demnächst eine Aufräum-Aktion zu Hause oder im Verein starten, achten Sie darauf, ob es nicht ein schönes Erinnerungs- und Ausstellungsstück ist, was da „ausgemistet“ werden soll. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!
Ihre Ansprechpartnerin ist Sybille Baecker
E-Mail s.baecker@vlw-online.de
Tel. 0711 28077-673

Gruppe
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des VLW-Workshops 2009 nach einem informativen und produktiven gemeinsamen Arbeitswochenende.

Nach einem gemeinsamen Abendessen machten sich die Teilnehmer dann wieder auf den Heimweg. Nur die Vorstandschaft blieb noch eine Nacht länger in der Sportschule zu einer Nachbesprechung des Workshops.

Sybille Baecker




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