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24.05.2009 Länderspiel Männer-Nationalmannschaften Deutschland - Brasilien

Bild 1 Nachdem das erste Länderspiel der Deutschen Männer-Nationalmannschaft in Düren mit 3:0 verloren ging, erspielten die Deutschen Volleyballer in Tübingen in der Paul-Horn-Arena ein 3:1 (23:25; 25;21; 15:25; 23:25).Lediglich im dritten Satz ließ die Konzentration etwas nach, was sich mit 15:25 rächte. Schwül-warme Außentemperaturen und 2700 begeisterte Zuschauer brachten die Klimaanlage in der Halle voll zum Einsatz und die Akteure auf dem Spielfeld zum Schwitzen. Punktbeste Spieler waren Jochen Schöps (15) und Björn Andrae (12) bei Deutschland sowie Murilo (22) und Rivaldo (16) bei Brasilien. Manuel Rieke (A10 Netzhoppers Königswusterhausen) und Matthias Pompe (EnBW TV Rottenburg) feierten mit Kurzeinsätzen ihre Länderspiel-Premiere.

Luftsprünge in der Paul-Horn-Arena in Tübingen - doch einen Satz konnten die deutschen Volleyballer den Brasilianern abnehmen. (Foto: M. Brenner)



DVV-Männer: Erster Satzgewinn gegen den Weltmeister

Startformation Deutschland: Simon Tischer (Zuspiel), Jochen Schöps (Diagonal), Björn Andrae, Marcus Popp (beide Außenangriff), Marcus Böhme, Georg Wiebel (beide Mittelblock), Thomas Kröger (Libero)

Startformation Brasilien: Bruno (Zuspiel), Murilo, Thiago (beide Außenangriff), Rivaldo (Diagonal), Lucas, Eder (beide Mittelblock), Sergio (Libero)

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Der zweite Auftritt der Männer-Nationalmannschaft mit neuem Bundestrainer Raúl Lozano. (Foto: K. Hirsch)

Aufgrund des großen Zuschauer-Andrangs wurde das Spiel 15 Minuten später angepfiffen - die Mannschaften, mit einer (Deutschland: Popp für Sebastian Schwarz) bzw. zwei (Brasilien) Veränderungen zum Spiel in Düren, hatte die Verspätung jedoch nicht aus dem Rhythmus gebracht und legten gleich munter los. Die Brasilianer machten gleich klar, dass sie auch das zweite Spiel gewinnen wollten und sorgten vor allem mit knallharten Aufschlägen für permanenten Druck im deutschen Annahmeriegel (4-8). Die deutsche Mannschaft hielt dagegen und schaffte nach dem Vierpunkte-Rückstand den Anschluss (18-19), der Block war oftmals zur Stelle. Zu mehr reichte es nicht, weil einige Punktchancen aus der Abwehr leichtfertig vergeben wurden und den Brasilianern einfach weniger Fehler unterliefen.

Auch im zweiten Satz liefen die DVV-Männer von Beginn an einem Rückstand hinterher. Zwar gelang Kapitän Andrae per Ass zwischenzeitlich der Ausgleich (4-4), aber in der Folge machte der brasilianische Block gegen Popp und Schöps „dicht“ und hatte wieder ein kleines Punktepolster geschaffen (10-13). Der Konter der DVV-Auswahl kam - abermals war es der Aufschlag, der für den Ausgleich sorgte: Dieses Mal servierte Diagonalangreifer Schöps zweimal unerreichbar für die brasilianischen Annahmespieler. Der deutsche Aufschlag war für den Ausgleich zuständig, aber auch für die nicht zustande kommende Führung. Immer wenn diese greifbar war, wurde der Service verschlagen. Eine spektakuläre Abwehraktion von Libero Kröger brachte schließlich doch die Führung – Popp schlug im Anschluss den Dreierblock an (22-21). Der Bann war gebrochen, drei weitere Punkte (Westphal Aufschlag, Angriff und Wiebel Angriff) folgten zum ersten Satzgewinn der Ära Lozano, der die Fäuste ballte.

Der Weltmeister war „gekitzelt“ und zeigte eine ihm angemessene, weltmeisterliche Reaktion. Drei Aufschlagpunkte in Serie von Murilo sorgten früh für klare Verhältnisse im dritten Satz (1-7), die Wechsel von Sebastian Schwarz (für Andrae), Armin Dewes (für Böhme), Manuel Rieke (für Tischer) und Dirk Westphal (für Schöps) änderten auch nichts daran. Brasiliens Zuspieler Bruno spielte seine Angreifer zur Freude der zahlreichen brasilianischen Fans ein ums andere Mal wunderbar frei.

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Im Dreierblock gegen Brasilien. (Foto: K. Hirsch)

Dewes (Böhme) und Westphal (Schöps) blieben auf dem Feld, ansonsten beorderte Lozano seinen „Startformation“ zurück. Und auch die deutsche Mannschaft war wieder zurück, war wieder „da“. Der Block entschärfte einige Bälle, die im Anschluss mit Geschick und Können versenkt wurden (8-6). Da auch die Brasilianer nicht nachließen und um jeden Ball kämpften, entwickelte sich ein packendes Spiel mit zum Teil unglaublichen Ballwechseln, indem die Führung des öfteren wechselte. Beim 14-16 hatten sich die Brasilianer ein „Mini-Poster“ erkämpft, dieses gaben sie letztlich nicht mehr aus der Hand. Rivaldo nutzte den zweiten Matchball zum Sieg.

Stimmen zum Spiel

Bundestrainer Raúl Lozano: „Ich bin zufrieden. Die Qualität war besser als im ersten Spiel, sowohl im technischen als auch taktischen Bereich, wo wir einige Dinge ausprobiert haben. Es ist eine Ehre für uns, gegen Brasilien spielen zu können – es ist das beste Training.“

Bernardinho (Trainer BRA): „Es gab einige gute Abwehraktionen und lange Ballwechsel. Es ist sehr gut für uns, dass wir uns mit der neuen Mannschaft hier präsentieren können. In der zweiten Sommerhälfte kommen noch Giba, Dante und Rodrigao dazu. Unser Ziel in diesem Jahr ist das Erreichen der Endrunde in der Weltliga sowie der Gewinn der Südamerika-Meisterschaft.“

Manuel Rieke: „Es ist natürlich etwas Besonderes, im Nationaltrikot zu spielen, auch wenn ich das nicht als richtiges Spiel werte. Dafür konnte ich mich einfach zu wenig auszeichnen. Ich hoffe, im Sommer noch das eine oder andere zeigen zu können. Ich war schon überrascht, eingeladen zu werden.“

Björn Andrae: „Das war heute ein gutes Spiel, wir haben in jedem Element gut mitgehalten. Ich bin überrascht, dass wir schon so gut harmonieren und als Team spielen. Natürlich müssen wir noch einige Dinge verbessern, aber die Top-Form müssen wir auch erst bei der WM-Qualifikation ha ben.“

Marcus Popp: „Schade, dass wir die paar Chancen, die wir in der Abwehr hatten, nicht genutzt haben. Dann wäre noch mehr drin gewesen.“

(Bericht: Thilo von Hagen / DVV)




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