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Landestrainer Baden-Württemberg (BaWü-Kader)

Vom Finden und Fördern

- im Gespräch mit den Volleyball-Landestrainern BaWü -

Sven Lichtenauer und Michael Mallick heißen die beiden Landestrainer, die sich bereits seit mehr als 13 Jahren in Baden-Württemberg um den Volleyball-Nachwuchs kümmern. Und ihre Begeisterung für den Sport hat in all den Jahren nicht nachgelassen. Sie sind ein gutes und erfolgreiches Gespann, haben in ihrer langjährigen Tätigkeit so einige Talente auf den richtigen Weg gebracht. So durchliefen unter anderem die Nationalspieler Simon Tischer und Jochen Schöps, sowie Nationalspielerinnen Atika Bouagaa und Birgt Thumm zu Beginn ihrer Karriere die „Förderpyramide“ (siehe Kader) in Baden Württemberg.

Michael Mallick und Sven Lichtenauer
Die Landestrainer Michael Mallick und Sven Lichtenauer

Aber die Nationalteams gehören letztendlich nicht zu ihrem Aufgabenbereich. Die Landestrainer arbeiten an der Basis, sehen sich als Bindeglied zwischen Nachwuchs und Leistungssport und als Partner der Vereine und Trainer in Baden-Württemberg. „Finden und Fördern von Talenten“ ist die Hauptaufgabe, so Mallick.

Talente finden die Landestrainer auf unterschiedlichsten Wegen. Zum einen gibt es regelmäßige Sichtungsspiele in den Bezirken, zum anderen hilft manchmal auch der Zufall oder der Tipp eines Trainerkollegen. Nach dem Finden kommt das Fördern. Dies gestaltet sich nicht immer ganz unproblematisch. Für den Spieler bzw. die Spielerin muss ein passender Verein gefunden werden, der ein aufbauendes Training unterstützt. Nicht immer ist es aufgrund von Entfernungen möglich, ein Talent direkt in den Volleyball-Stützpunkten unterzubringen und so sind längere Fahrtzeiten für Trainer und Spieler manchmal nicht zu vermeiden.

Landestrainer zum Anfassen

Ein Anliegen ist Ihnen die enge Zusammenarbeit mit Vereinstrainern und Lehrern. Lichtenauer und Mallick sehen sich als Ansprechpartner. Talente findet man nur aus der Basis heraus. Darum bieten sie Fortbildungen und Beratung an. „Wir sind Landestrainer zum anfassen“, sagt Lichtenauer grinsend und meint es ernst. Wenn ein Verein seine Jugendarbeit im Bereich Volleyball aufbauen und fördern will, kann er sich an den Verband (VLW, Nordbaden, Südbaden) wenden. Die Landestrainer geben gerne Hilfestellung und Beratung und kommen auch mal zu einer gemeinsamen Trainingseinheit zu den Vereinen. Gleiches gilt natürlich auch für Schulen. Insbesondere die Arbeit in Grundschulen und den unteren Klassen liegt den beiden am Herzen. Kinder können schon früh an den Volleyballsport herangeführt werden. Hierzu wurden speziell für Kinder konzipierte Trainingsmethoden entwickelt.

Ansprechpartner für Trainer und Lehrer

Zudem hat sich der Volleyballsport in den letzten Jahren rasant verändert. Das Spieltempo ist schneller geworden, die Annahmetechnik wurde verändert und Beachvolleyball hat sich zu einem sehr populären Sport entwickelt. Diese Entwicklung muss man an die Schulen und Vereine weitergeben. „Die Basis muss gestärkt werden“, so Mallick. Nur mit einer guten Jugendarbeit können wir auch weiterhin erfolgreich im Volleyball sein.

Keine einfache und vor allem eine zeitaufwendige Aufgabe. So sind die beiden Trainer fast jedes Wochenende in Baden Württemberg, Deutschland und auch international unterwegs zu Lehrgängen, Sichtungen und Wettkämpfen. Hinzu kommen mindestens drei Tage Training an den Landesstützpunkten, die sich über ganz Baden–Württem-berg verteilen. Da kommen jedes Jahr viele Tausend Kilometer Fahrleistung zusammen. Und wenn sie nicht unterwegs sind, warten noch diverse Zusatzaufgaben. Denn Landestrainer sein, heißt nicht nur in der Halle zu arbeiten, es müssen auch zahlreiche administrative Aufgaben wahrgenommen werden, wie z.B. Gespräche und Schriftverkehr mit Vereinen, Spielern, Eltern und Verbänden. Einen Teil der Administration nimmt ihnen Leistungssportkoordinatorin Katharina Neu ab. Dennoch bleibt nicht mehr viel Zeit für anderes. Aber das wollen sie auch gar nicht. Urlaub gibt es nur, wenn kein Volleyball ist, und auch private Feste müssen da mal zurückstecken.

Volleyball hat oberste Priorität

„Wir lieben Volleyball“, sagt Mallick und Lichtenauer erklärt: „Ich würde auch acht Tage in der Woche arbeiten.“ Volleyball hat bei beiden oberste Priorität. Und ohne die Liebe zum Sport wäre ihre Arbeit wohl nicht zu bewältigen.

Woraus ziehen die beiden Landestrainer ihre Motivation für so eine arbeitsintensive Aufgabe?

Mallick erklärt: „Man muss es gerne machen. Wir haben den Vorteil, dass wir unser Hobby zum Beruf machen konnten. Ich freue mich auf jedes Spiel, jedes Turnier, jedes Training. Zu sehen, wie ein Spieler besser wird gibt mir eine innere Zufriedenheit.“ Lichtenauer stimmt ihm voll zu. Anerkennung und Bestätigung von außen gibt es von Spielern und Spielereltern. Ab und zu kommt es auch zu sehr netten Begegnungen, wenn ihnen nach Jahren eine Spielermutter auf der Straße begegnet und sich noch immer für die Förderung ihres Sprösslings bedankt. Bei der Vielzahl an Talenten, die die beiden im Laufe der Jahre betreut haben, dauert es manchmal ein paar Minuten, bis sie wissen, um wen es gerade geht.

Und wird es nicht mal langweilig, alle zwei Jahre quasi wieder mit einer neuen Mannschaft von vorne anzufangen?

Nein, langweilig wird es ihnen nicht. Jede neue Mannschaft ist eine neue Herausforderung. Man muss sich immer wieder ganz neu auf die Gruppe einstellen. Ein Konzept, dass beim letzten Jahrgang hervorragend geklappt hat, muss nicht zwangsläufig beim folgenden Jahrgang zum selben Erfolg führen. Das macht jede neue Auswahlmannschaft zu einer spannenden und neuen Herausforderung.
Bleibt zu wünschen, dass die beiden ihre Mission vom Finden und Fördern noch lange in Baden-Württemberg fortsetzen.
 



Landestrainer Baden-Württemberg (männlich)

Michael Mallick
Kontakt: michael.mallick@kabelbw.de

Michael Michael Mallick (Jg.1957) kann mittlerweile auf mehr als 30 Jahre Trainertätigkeit zurückblicken. Diese begann1977 beim TSC Berlin (DDR-Leistungszentrum), wo er sich um verschiedene Nachwuchsmannschaften kümmerte. Statt Architektur zu studieren, verschlug ihn das Schicksal 1987 an die HSG Humbold Universität in Berlin, wo er für den Bereich Leistungsvolleyball zuständig war. Hier gelang ihm mit seiner Mannschaft ein rasanter Aufstieg von der Bezirksliga in die 1. Liga. Nach der Wende baute er gemeinsam mit Götz Moser den VCO Berlin auf, arbeitete als Bundesstützpunkttrainer und Bundestrainer der Junioren, bis ihn sein Weg nach Baden-Württemberg führte, wo er sich seit 1993 als Landestrainer bei der ARGE um den männlichen Nachwuchs kümmert.

Landestrainer Baden-Württemberg (weiblich)

Sven Lichtenauer
Kontakt: sl@bawuevolley.de


Sven Der gebürtige Hamburger Sven Lichtenauer (Jg.1961) kommt eigentlich aus der Leichtathletik. Doch während seines Sportstudiums verfiel er dem Volleyballsport, war parallel zum Studium als Trainer und Spieler aktiv. Nach Beendigung seines Studiums begann er 1989 im Volleyballstützpunkt Creglingen seine Trainertätigkeit und war dort für die Nachwuchsbetreuung zuständig. Vier Jahre blieb er dort, nebenbei betreute er als Honorartrainer den 75er Jahrgang der BaWü-Mädchen. Wie sein Kollege ist auch er seit 1993 als Landestrainer bei der ARGE und ist dort zuständig für den weiblichen Nachwuchs.





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