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Freundekreis VLW (FK-VLW) - Krakau 2006

Freundeskreis des Volleyball-Landesverbandes an Ostern 2006 in Polen:


Kulturreise nach Krakau

Dass sich die Mitglieder des Freundeskreises - VLW nicht nur dem Volleyball verbunden fühlen, zeigen die gemeinsamen Unternehmungen außerhalb des Volleyballgeschehens. Nach einer gelungenen Reise nach Ungarn vor zwei Jahren, war dieses Jahr ein Nachbarland im Osten, nämlich die Stadt Krakau in Polen, das Ziel.

Gruppenbild
Foto: Martin Walter

Die Stadt wurde nicht von ungefähr gewählt. Wird sie doch als die Kulturstadt Polens mit gut erhaltener architektonischer Baukunst bezeichnet. Eine Stadt voll polnischer Geschichte, angefangen um das Jahr 1000 bis hinein in die Neuzeit. Nirgendwo in Polen begegnet man so intensiv dem Einfluss der Kirche auf das politische Geschehen in den letzten 10 bis 15 Jahren, wie in dieser Stadt. Papst Johannes Paul II ist allgegenwärtig. Kunst und Kultur sammeln sich dort gerade zu an einem Ort. Allein die Altstadt bietet mit ihren vielen Museen, dem Rathausturm und Tuchhallen, sowie Restaurants dem Besucher sehr viel Interessantes. Und es war Ostern. Für das katholische Polen ein hohes Fest mit vielen Bräuchen, wovon sich unsere Reisegruppe bereits bei ihrer Ankunft am Samstag überzeugen konnte.
Es war relativ einfach mit dem Flieger nach Krakau zu kommen. Vor Ort war alles bestens organisiert. Mit Unterstützung des Reisebüros „Polenreisen“ in Nürnberg, übri-gens einer Partnerstadt von Krakau, ließ die Betreuung vor Ort nichts zu wünschen übrig. Der erste Nachmittag stand zur freien Verfügung und man konnte erste Eindrücke von Krakau sammeln. Der Marktplatz und seine Umgebung boten genügend Sehenswürdigkeiten und wer den Weg auch in die Marienkirche fand, konnte den Osterbrauch der Speisenweihe aus nächster Nähe erleben. Draußen auf dem Marktplatz fand auf einer großen Bühne die Generalprobe des am späten Abend aufgeführten musikalischen Stückes „Das Mysterium des Kreuzweges“ statt. Sonntag war die Stadtbesichtigung angesagt. Unsere Stadtführerin Frau Agnieszka Sabor verstand es, mit ihren Ausführungen, die Besichtigung kurzweilig zu gestalten. Wir haben von und über die Stadt sehr viel erfahren. Wegen des Feiertages konnten wir am Sonntag nicht in die Marienkirche und zum Wawel, dem Schloss der Könige. Dies wurde an einem anderen Tag nachgeholt. Besonders die Marienkir-che, mit dem weltberühmten Altar von Veith Stoß und von deren Turm der Turmwächter stündlich die Fanfare mit dem typisch abgehackten letzten Ton hören ließ, hat sehr beeindruckt. Neben der Marienkirche sind die Tuchhallen und der Rathausturm weitere Sehenswürdigkeiten am Rynek. Natürlich besuchten wir auch die Krakauer Alma mater, die Jagellonen Universität, das Collegium Maius - eine der ältesten Europas -, viele Kirchen (Krakau besitzt über 100), bewunderten das Slowacki Theater und vieles mehr.
Ein weiterer Höhepunkt der Reise war die Besichtigung des Salzbergwerkes „Wieliczka“. Dieses Bergwerk steht seit 1978 auf der Liste der UNESCU als Weltkulturerbe. Über 380 Stufen gelangte man auf die erste Ebene in 90 m Tiefe, um dann über weitere Treppen bis auf 135 m unter die Erde zu gelangen. Was hier die Bergwerksleute in Jahrhunderten geschaffen haben, sah und erfuhr man auf dem ca. 2 km langen Weg, immer gut informiert durch eine sehr gut deutsch sprechende Führerin. Einen AHA-Effekt erzielte die in 130 m Tiefe aus purem Salz bestehende St. Kinga – Kapelle mit einer Größe von 55x17x12 m. Ein großer Saal in dem 500 Personen Platz finden können. Neben vielen Stollen, Salzseen und Kapellen gibt es dort auch Sporthallen, einen Konzertsaal und Restaurants. Lief man anfangs die Treppen herunter, so wurde man zum Schluss mit einem originalen Bergwerksaufzug wieder nach oben befördert.
Am Nachmittag besuchten wir den Wawel, den Krakauer Schlossberg am Ufer der Weichsel, auf dem sich das Schloss und die Kathedrale der Könige befindet. Die meisten polnischen Könige (14. bis 17. Jahrhundert) fanden auf dem Wawelhügel ihre letzte Ruhestätte. Im 9. Jahrhundert schon befand sich dort der Sitz der Fürsten. Beeindruckend ist die Vielzahl der Wandteppiche, auch „Arras“ genannt, in den Gemächern. Die Königliche Sigmund-Kapelle ist mit einer vergoldeten Kuppel bedeckt und stellt das herrlichste Baudenkmal italienischer Renaissancekunst in Polen dar. Hier befindet sich auch die größte Kirchenglocke Polens: die 11 Tonnen wiegende „Sigmund-Glocke“. Man sagt, wenn sie läutet, wird das Wetter schön.
Der Ausflug nach Zakopane brachte wiederum neue Eindrücke von Landschaft, Baukunst und Bräuchen. Hier wohnt der Volkstamm der Goralen und wir bewunderten die für diese Region typische Goralentracht. Eine eigens zum Papstbesuch neu erstellte, von Johannes Paul II zur Ehre der Muttergottes von Fatima geweihte Kirche, zeigte im Innern eindrucksvoll die regionale Volkskunst. Holz ist der dominierende Werkstoff. Natürlich durfte zumindest ein Blick auf die vom Fernsehen bekannte Sprungschanze, die Hausschanze Adam Malysz, nicht fehlen.
Nicht vergessen zu erwähnen möchte ich die kulinarischen Genüsse in einer typischen Goralen-Schenke. Bei Feuerzauber wurden wir mit den Spezialitäten der dortigen Küche gerade zu überladen.
Den Abschluss des Aufenthaltes in Krakau bildete der Besuch des Jüdischen Viertels Kazimierz (Casimiriae Civitas), gegründet im Jahre 1335 von König Kazimierz dem Großen. Hier steht auch die älteste Synagoge Polens „Die alter Synagoge“. Zum Abschluß des Rundgangs lud die „Breite Straße“ mit ihren verträumten Restaurants die Besucher zum Verweilen ein.

Das Modern Klezmer Quartett
Das Modern Klezmer Quartett - Foto: Martin Walter

Während tags zuvor der Abend im Restaurant „Hawelka“ am Ring mit gutem Essen begleitet mit volkstümlicher Musik einer Goralen-Kapelle ausklang, endete der Letzte Tag mit einem Abendessen als Abschluss der Reise in einem typisch jüdischen Restaurant, dem „Klezmer Hois“. Hier boten vier junge Künstler, das „Modern Klezmer Quartett“ ein Klezmer-Konzert. Eine Musik, die alle sehr mitgehen ließ und einen schönen Ausklang des Tages und das Ende des Aufenthalts in Krakau darstellte. Am nächsten Tag ging es mit dem Flieger wieder zurück nach Stuttgart und alle waren sich einig, eine interessante und schöne Reise erlebt zu haben.

Horst Sadlo


PDF-Acrobat  Krakau 2006 - Reiseverlauf



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