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Bundespokal in Biedenkopf - erfolgreiche BaWü-Kader

Das Wochenende 09.-11.02.2007 verbrachten die Volleyballer und Volleyballerinnen der ARGE-Kader in Biedenkopf, um sich dort beim Bundespokal mit den besten Nachwuchsspielern und –spielerinnen aus ganz Deutschland zu messen. Und sie kamen mit zwei Medaillen zurück: Der weibliche Baden-Württemberg Kader U18 belegte einen erfolgreichen dritten Platz, die männliche U19 holte sich sogar Silber.

Es gäbe viele Geschichten, die es lohnt, von einem Bundespokalwochenende zu erzählen. Z.B. vom wunderschönen Waldhotel Berggarten, dem unglaublichen Essen dort, der Gastgeberfamilie Joch, von Jonas, der seinen ersten Bundespokal spielte, von Luises Finger, der in der Autotüre gequetscht wurde, vom abendlichen Besuch des Präsidenten, von den Eltern, die uns so zahlreich, wie noch nie, unterstützt haben, von Ramona und Kevin, die noch schnell vor der Abfahrt eine Deutschklausur geschrieben haben, von Jans Kamera, die nur blau aufgezeichnet hat, von Simons Fußverletzung, die im Halbfinale wieder aufbrach, von den Eltern von Patrick und Annika Foit, die ihre Kinder nicht spielen sehen konnten oder vom tollen Ausrichter TV Biedenkopf.

Wir belassen es aber besser bei einem Bericht über das Turnier und den sportlichen Verlauf.
Die Mädchen der Jahrgänge 90/91 und die Jungs der Jahrgänge 89/90 traten zum ersten Mal beim Bundespokal als Team der ARGE auf. Der letzte Pokal wurde im Oktober 2005 in Konstanz noch in den drei Landesverbänden gespielt. In Biedenkopf beim U19 Pokal der Jungs und dem U18 Pokal der Mädchen trafen alle Landesverbände aus ganz Deutschland an. Nur Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt hatten leider abgesagt. Bei den Jungs wurde fest mit einem Halbfinale gerechnet, die Mädchen wurden auf Platz fünf bis acht eingestuft.

Bei den Jungs gingen insgesamt 14 Teams an den Start. In der Gruppe C mussten die Baden-Württemberger Spieler zunächst gegen Hessen und Niedersachsen antreten. Sie besiegten die Gegner souverän jeweils mit 2:0 Sätzen. Der Gruppensieg bedeutete die direkte Qualifikation ins Viertelfinale.
Die Jungs mussten somit erst am Samstagnachmittag im Viertelfinale gegen Sachsen antreten. Der Vorteil ins Viertelfinale gesetzt zu sein, erwies sich als Nachteil. Die Jungs fanden ihren Rhythmus nicht. Sehr starke Aufschläge der Sachsen und eine hohe Eigenfehlerquote, brachten den ersten Satzverlust für die Jungs um Landestrainer Michael Mallick. Es wurde aber bravourös zurückgekämpft. Der zweite Satz ging an die BaWü-Jungs. Im dritten wurde bei 7:8 die Seiten gewechselt. Dann schaffte es aber Kevin Foyer mit tollen Sprungflatteraufschlägen, die BaWü-Jungs in Front zu bringen. Mit 15:10 wurde der Halbfinaleinzug gegen Berlin geschafft.

BaWü U19m
Die BaWü U19m Auswahl mit Landestrainer Michael Mallick

Gerade die Berliner hatten die BaWü-Spieler als einen sehr starken Gegner eingeschätzt und man hatte damit gerechnet sich im Halbfinale zu begegnen. Taktisch klug von Michael Mallick und Adnand Zinela eingestellt, wurde mit gewitzten Aufschlagspiel eine Vorsprung erarbeitet, der auch dann nicht abriss, als sich Simon Quenzer am Fuß verletzte und durch Patrick Foit ersetzt wurde. Vor allem das Spiel der Mittelblocker konnte überzeugen. Hätte am Ende nicht ein Berliner Spieler eine Aufschlagsserie gemacht, so wäre das Ergebnis ein Debakel für die Berliner gewesen. Der zweite Satz war ganz offen. Die BaWü Jungs waren aber immer in Front und durch taktische Umstellungen im Annahmeriegel konnte der Satz knapp mit 25:23 gewonnen werden.Mit einem 2:0 hatten sich die Baden-Württemberger ins Finale gespielt.
Das Finale war nun ganz in süddeutscher Hand. Der Nachwuchs aus Baden-Württemberg gegen den Nachwuchs aus Bayern. Das Ergebnis war wiederum „2:0“, nur dieses Mal leider für den Gegner. Der Gegner aus Bayern nutzte das Fehlen von Simon Quenzer in der Annahme konsequent. Mit druckvollen Aufschlägen wurde den BaWü Jungs das Spiel erschwert. Auch die Umstellung im zweiten Satz mit Michael Kasprzak in der Annahme brachte keinen Erfolg. Ein sehr gut eingespieltes Team aus Bayern wurde Bundespokalsieger.
Landestrainer Michael Mallick war zufrieden mit der Leistung seiner Spieler. Und auch Friedrichshafen-Stützpunkttrainer Söhnke Hinz lobte die Mannschaft. Er war nach Biedenkopf mitgereist, da in der BaWü-Auswahl gleich sieben seiner VolleyYoungStars mit dabei waren.


Die BaWü-Mädchen hatten drei Spiele am Freitagnachmittag in der Vorrunde zu bewältigen und mit Nordrhein-Westfalen gleich einen sehr starken Konkurrenten in ihrer Gruppe. Ein Wahnsinnsprogramm! Gegen Hamburg wurde souverän gewonnen. Die Mädchen vom WVV, mit vier Nationalspielerinnen, wurden dann ihrer Favoritenrolle gerecht und schlugen unser Team 2:0. Gegen Hessen gab es einen spannenden zweiten Satz, dennoch wurde 2:0 gewonnen. Damit war der zweite Gruppenplatz gesichert. So musste im Achtelfinale am Samstag gegen einen Gruppendritten gespielt werden, das Saarland.
Mit druckvollen Aufschlägen ließen die Mädchen den Saarländerinnen am Samstag Morgen keine Möglichkeit der Entfaltung. Mit einer soliden Leistung wurde das Viertelfinale gegen Bayern erreicht. Nach nur einem Spiel Pause traten die Mädchen, gewillt den Gegner richtig zu ärgern, ihr Viertelfinale an. Den Eltern wurde ein Krimi geboten! Mit acht Punkten in Führung schafften es die Mädchen nicht, die Z3 Position erfolgreich zu gestalten. Die bayerischen Mädchen zeigten ihre Klasse und zogen an den Mädchen von Landestrainer Sven Lichtenauer vorbei. Zwei Satzbälle wurden abgewehrt. Um dann die Chance am Schopfe zu packen, und mit 27:25 den ersten Satz zu gewinnen. Der zweite Satz hatte einen ähnlichen Verlauf wie der erste. Mit tollen Aufschlägen und starken Blockaktionen ging man hoch in Führung. Aber dieses Mal ließ man den Gegner nicht wieder herankommen sondern baute die Führung kontinuierlich aus. Mit 25:11 (!) wurde der Angstgegner geschlagen. Grenzenlose Freude über den Halbfinaleinzug machte sich breit.

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BaWü U18w
Die BaWü-Auswahl U18w mit Landestrainer Sven Lichtenauer

Die Mädchen kämpften im Halbfinale aufopferungsvoll gegen den Westdeutschen Volleyball Verband. Qualität wurde vor allem im Block und der Abwehr gezeigt. Luise Mauersberger musste wegen einer Fingerverletzung Annika Foit Platz machen. Am Ende war das Tempo der Westfälinnen dann doch zu hoch. Nach sehr guten Spiel musste die Überlegenheit des Gegner anerkannt werden. Da aber der dritte Platz nicht ausgespielt wird, war der Platz auf dem Siegertreppchen schon sicher.
Zufrieden war man dennoch. Es ist immer eine gute Gelegenheit, sich mit den Nachwuchsmannschaften aus ganz Deutschland zu messen und viel Spaß macht es auch.

Das nächste große internationale Turnier für die beiden Nachwuchsmannschaften findet in den Osterferien in Porcia (Italien) statt.



Endplatzierungen - U19 männlich
1. Bayern
2. Baden-Württemberg
3. Berlin
4. Rheinland-Pfalz
5. Thüringen
6. Sachsen
7. Nordrhein-Westfalen
8. Niedersachsen
9. Hamburg
10. Brandenburg
11. Mecklenburg-Vorpommern
12. Hessen
13. Saarland
14. Bremen

Endplatzierungen U18 weiblich
1. Nordrhein-Westfalen
2. Berlin
3. Baden-Württemberg
4. Mecklenburg-Vorpommern
5. Bayern
6. Hamburg
7. Sachsen
8. Thüringen
9. Hessen
10. Saarland
11. Brandenburg
12. Bremen
13. Niedersachsen
14. Rheinland-Pfalz



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