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50 Jahre DVV: Gelungener Festakt mit buntem Rahmen – Tenor: Volleyball tut Deutschland gut!

Der 50-jährige Geburtstag des DVV wurde in Fellbach am Abend des 5. Mai gebührend gefeiert. Über 350 Ehrengäste waren in der Schwabenlandhalle zu Gast und erwiesen dem Geburtstagskind die Ehre.

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DVV-Präsident Werner von Moltke bei der Begrüßung der Gäste.


Zum Sektempfang begrüßte zunächst Christoph Palm, Oberbürgermeister der Stadt Fellbach, und Gastgeber des Jubiläums und des Verbandstages die anwesenden Gäste und beglückwünschte den DVV zur Wahl des Festortes: „Fellbach ist eine Volleyball-Hochburg und Volleyball und Fellbach tun sich gegenseitig gut.“

Anschließend begann der eigentliche Festakt. DVV-Präsident Werner von Moltke begrüßte zunächst mit blumigen Worten die zahlreichen Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und natürlich dem Sport. Von Moltke erwähnte, dass es noch drei Gründungsmitglieder von 1955 gäbe, diese aber leider nicht am Festakt teilnehmen könnten. An die Zuhörer gewandt, meinte der amtierende DVV-Präsident: „Wir Volleyballer können stolz darauf sein, dieses Jubiläum feiern zu können und aus einer kleinen Bewegung einen Verband mit über 500.000 Mitgliedern gemacht zu haben.“

Es folgte das erste Grußwort, gesprochen von Ute Vogt, Staatssekretärin des Bundesministerium des Inneren. Frau Vogt übermittelte die Glückwünsche der Bundesregierung und vor allem von Bundesinnenminister Otto Schily. Ute Vogt stellte Volleyball als Paradesport, auch für die Gesellschaft, dar, schließlich seien Teamgeist und Flexibilität auf verschiedenen Positionen auch im Leben entscheidend. „Ich freue mich sehr auf die erste Beach-WM in Berlin und danke dem Steuerzahler, ohne den die Ausrichtung solcher Events nicht möglich wäre“, so Frau Vogt zum sportlichen Highlight des Jahres.

Foto: > Ute Vogt bei der Begrüßung

Tanja Gönner, Umweltministerin des Landes Baden-Württemberg, war die nächste Gratulantin. „Ich habe eine große Verbindung zum Volleyball. Erst am Samstag war ich bei der Siegerehrung für den VfB Friedrichshafen, außerdem bin ich als Vorsitzende für die Volleyballer von Bad Saulgau verantwortlich“, stellte Frau Gönner ihre Beziehung zum Volleyballsport heraus. Die Umweltministerin hob insbesondere die Bedeutung des Ehrenamts hervor, das den Sport in der Breite, aber auch in der Spitze erst ermögliche.

Um die Worte sacken zu lassen, wurde ein von DVV-Medienpartner Schmidt Media erstellter Geburtstagsfilm gezeigt. In acht Minuten wurden die größten Erfolge der deutschen Teams beleuchtet und Impressionen gezeigt, die den Volleyballsport in seiner Vielfalt darstellten.

Der erste Redner aus dem Sport folgte. Freiherr Manfred von Richthofen, Präsident des Deutschen Sportbundes, meinte, es sei seine Pflicht zu vielen Feierlichkeiten zu gehen, aber heute wäre dies mit einer besonderen Herzlichkeit verbunden. „Ich gratuliere gerne, denn Volleyball ist eine der attraktivsten Sportarten, geführt von einem der fähigsten und bedeutendsten Präsidenten im deutschen Sport“, so von Richthofen. Volleyball hätte den Sprung von den ehemals „Kleinen Spielen“ im Sportstudium zu einer unglaublich attraktiven und populären Sportart geschafft.

Mit Dr. Klaus Steinbach, Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Deutschland, sprach ein „Ehemaliger“ zu den Gästen. Steinbach war jahrelang Mannschaftsarzt der DVV-Frauen und empfand seine Worte deshalb auch als „Kür- und nicht als Pflichtgratulation“. Mit dem Appell an Moderator Michael Antwerpes, Sportchef des Südwest Fernsehens, Volleyball mehr Sendezeit zu geben, sprach Steinbach allen aus dem Herzen. Sein Vortrag endete mit den Worten: „Das NOK wünscht sich starke Verbände wie der DVV einer ist.“

Den Glückwunschreigen beendete André Meyer, Präsident des Europäischen Volleyball-Verbandes. Er hob die hervorragende Kooperation der CEV und des DVV hervor, zuletzt gezeigt bei den Großereignissen Männer-EM 2003, Olympia-Qualifikation der Männer 2004 und Beach-EM 2004. Diese Veranstaltungen hätten Maßstäbe gesetzt, „seit der Männer-EM 2003 wetteifern die Gastgeber von Top-Events, um die beste Veranstaltung zu organisieren“, so Meyer. Er dankte zudem den vielen DVV-Vertretern, die in zahlreichen Funktionen innerhalb der CEV tätig waren und sind und dem europäischen Volleyballsport wichtige Impulse gäben. Meyer beendete seine Ausführungen: „Mit der Kampagne „Volleyball tut Deutschland gut.“ hat der DVV wieder ein Mal ein tolles Zeichen gesetzt, dem hoffentlich viele andere Verbände folgen.“

Nachdem die Schüler Big Band des Friedrich Schiller Gymnasiums für Abwechslung sorgte, lud Michael Antwerpes zu einer ersten Gesprächsrunde zusammen. Steffi Lamers (ehemalige DVV-Präsidentin), Ulrich Feldhoff (Vorsitzender im Bereich Leistungssport des DSB), Heffner (LSB-Präsident Baden-Württemberg) und Hubertus Schröder (Zurich Gruppe) standen Rede und Antwort und äußerten sich zur Attraktivität des Volleyballsports: Mannschaftssport, Leistungs- und Freizeitsport sowie Begeisterungsfähigkeit waren Schlagworte, die fielen. Frau Lamers äußerte sich zuversichtlich, dass Spitzenerfolge in naher Zukunft absehbar wären.

Nachdem die Big Band des Friedrich Schiller Gymnasiums aus Fellbach eine gekonnte Zwischeneinlage zum Besten gab, folgte Jörg Schwenk, DVV-Ehrenmitglied, mit einer 20-minütigen Festrede auf das Geburtstagskind. Schwenk schilderte blumig die Geschichte und den Werdegang des Volleyballsports allgemein und die des DVV im Besonderen. Trotz aller Klippen und Schwierigkeiten hätte der Jubilar eine beachtliche Bilanz vorzuweisen – die Medaillengewinne des DSVB fehlten ebenso wenig wie die in jüngerer Vergangenheit erzielten Erfolge – mit dem Beach-Volleyball biete sich eine große Chance, den gesamten Volleyballsport weiter voran zu bringen. Passend endete Schwenk mit der Feststellung: „Volleyball tut Deutschland gut.“

Moderator Michael Antwerpes bat eine kleine Auswahl der anwesenden Prominenz zu zwei Talkrunden. Zunächst standen Steffi Lamers (ehemalige DVV-Präsidentin, geb. Schnoor), Ulrich Feldhoff (Vorsitzender des Bereich Leistungssport im DSB), Anton Häffner (Präsident des LSV Baden-Württemberg) und Hubertus Schröder (Zurich Gruppe) Rede und Antwort. Alle Befragten hoben die Attraktivität des Volleyballsports mit seinen Attributen Mannschaftssport, Spitzen- und Breitensport sowie Begeisterungsfähigkeit hervor. Auf die Zukunft angesprochen meinte Steffi Lamers: „Ich denke, dass Spitzenerfolge in der Zukunft absehbar sind.“

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Die Talkrunde Sport


Die zweite Talkrunde II war mit Renate Riek-Bauer (DVV-Rekordnationalspielerin), René Hecht (DVV-Rekordnationalspieler), Ariane Hornung (geb. Radfan, ehemalige Nationalspielerin), Burkhard Sude (ehemaliger Nationalspieler), Jörg Ahmann (Olympia-Bronze im Beach-Volleyball 2000), Rudi Schumann (Weltmeister mit der DDR 1970), Stelian Moculescu (Bundestrainer Männer) sportlich hochkarätig besetzt. Renate Riek-Bauer stellte klar: „Ich spiele heute noch Volleyball, denn Volleyball tut Deutschland gut. Das war damals so und auch heute noch. Die Attraktivität geht nicht verloren.“ René Hecht ergänzte: „Der Sport hat mir so viel gegeben, es war die schönste Zeit in meinem Leben.“ Rudi Schumann bewertete die neuen Regeländerungen (vor allem die neue Zählweise) positiv und glaubt, „dass der deutsche Volleyball auf einem guten Weg ist.“

Die Musikband beendete den Festakt mit einem letzten Showteil, ehe die Glückwunschgemeinde in den benachbarten Saal zum Büfett ging. Dort lief bereits auf der Leinwand der legendäre Auftritt von Burkhard Sude bei Wetten dass? (1982), als er alleine eine komplette Verbandsligamannschaft bezwang (5:3).

Der Abend wurde abgerundet durch einen tollen Auftritt der Kabarett-Gruppe „Knusper“, die mit Witz, Pantomime und Musikalität Szenenapplaus hervor riefen.

Die Erinnerung an alte Tage, gemeinsame Erfahrungen, Erfolge und Niederlagen waren in den Gesprächen Thema Nummer eins und gingen bis weit in die Nacht. Alle waren sich einig: Volleyball tat Deutschland in den vergangenen 50 Jahren gut und wird dies auch in den nächsten 50 Jahren tun.



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