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Der Freizeitsport im Württembergischen Volleyballverband

Der Anfang

Das Volleyball als Familienspiel ist bald nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland heimisch geworden. Von Soldaten der Besatzungsmächte abgeschaut, von Kriegsgefangenen als Flugball aus dem Osten mitgebracht, stieg der Bekanntheitsgrad dieser Sportart auch in unserem Land Württemberg stetig.

Die Faszination an diesem Spiel war und ist, daß es ein Mannschaftsspiel ist - aber ohne Kampf Mann gegen Mann, daß es eine Wettkampfsport ist - aber mit jedem Alter betrieben werden kann, daß es vollen körperlichen Einsatz erfordert - aber die Spielidee sich auch in gemischten Mannschaften voll entfaltet.

Es ist also nicht verwunderlich, daß dieses Spiel erst in den Vereinen heimisch wurde, welche den familiären Charakter betonen, in Turnabteilungen und Gymnastikgruppen als Ausgleichssport, in den Schulen als Kollegensport bei Lehrern und Schülern gleichermaßen beliebt, und nicht zuletzt in Betriebssportgruppen.

Später erst, als es sich als Sportart im Schwäbischen Turnerbund etabliert hatte, gewann der Leistungsgedanke die Oberhand und die ersten Spielrunden für Aktive wurden organisiert. Dennoch, in weiten Kreisen unserer Bevölkerung wurde die Attraktivität des Volleyball erst 1972 bei den Olympischen Spielen in München entdeckt und ein Run auf Freizeitgruppen begann.

Der Freizeitsportgedanke

In der Zwischenzeit hatte sich der deutsche Sport bemüht, Spiel und Sport zu popularisieren- nicht zuletzt, um für den Leistungssport eine breitere Basis zu schaffen-, die Angebote im Sport bedarfsgerecht zu orientieren und eine Öffnung auch dort zu erreichen, wo eine möglichst ungebundene und leistungsfreie Betätigung als ausreichende Hinwendung zum Sport angesehen wird. Nachhaltig geschah dies in der Freizeitpolitischen Konzeption" 1976 durch den Deutschen Sportbund und speziell für unseren Bereich richtungsweisend durch den "Plan zur Förderung des Freizeitsport in Baden-Württemberg", welcher vom Württembergischen Landessportbund am 17.11.1977 verabschiedet wurde,

Der Freizeitsport im VLW

Der VLW hat in Erkenntnis dieser Entwicklung, durch den WLSB motiviert, am Verbandstag in Reutlingen am 18.03.1978 beschlossen, den Freizeitsport zu einem Schwerpunkt seiner Aktivitäten zu machen. Bereits im gleichen Jahr entstand das "Volleyball-Freizeitprogramm 1978", in welchem die Zielsetzung, die Inhalte und die Organisation des Volleyballspiels im Freizeitsport formuliert wurde. Auf Führungsseminaren in Schömberg (1979) und Wangen (1980) wurden die Inhalte des Freizeitangebotes vervollständigt, die Erfahrungen der ersten Jahre ausgewertet und das Programm weiter mit Leben erfüllt.

Die vom BLW 1978 in diesem ersten Programm erklärten Ziele sind heute noch so aktuell wir vor 9 Jahren, als sie formuliert wurden:


- die Bereitschaft zur Ausübung eines Sports zu wecken und die Zuwendung zum Sport zu fördern
- einen Beitrag gegen die Gefahren der Bewegungsarmut, zur Erhaltung und Wiedergewinnung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit und zur Bildung von Gruppen und Gemeinschaften zu leisten
- das Angebot für Sportliche Betätigung zu verbessern
- das Volleyball-Spiel als Bildungsinhalt zu vermitteln und dadurch Wege zur Selbstverwirklichung und Kreativität aufzuzeigen
den Vereinen Anregungen für die Vermittlung freizeitsportlicher Angebote im Volleyball zu bieten
- den Bildungsanstalten Anregungen für
Lehrinhalte im Volleyball-Freizeitsport zu bieten
- Volleyball in weiteren Bevölkerungskreisen bekanntzumachen

Das Angebot für den Freizeitsport

Um diese oben genannten Ziele in die Tat umzusetzen, führt der VLW an folgenden Schwerpunkten Maßnahmen durch:

Ausbildung von Übungsleitern gezieltfür den Freizeitsport
Anbieten eines organisierten Spielbetriebes für Freizeitgruppen
Unterstützen von Freizeitgruppen durch organisatorische Hilfen

Erstmals innerhalb des Deutschen Volleyballverbandes wurde 1978 im VLW ein Übungsleiterlehrgang für den Freizeitbereich angeboten. 9 Übungsleiter wurden damals in der Sportschule Tailfingen ausgebildet. Inzwischen haben rund 80 Teilnehmer die Prüfung mit Erfolg bestanden und besitzen eine bezuschußte A-Lizenz des WLSB. Die Entwicklung dieses Konzeptes verdanken wir Hilda Bauer und Axel Singer.

Um einen Spielbetrieb für Freizeitsportgruppen organisieren zu können, mußten erst auf mannigfache Weise Grundlagen geschaffen werden. Denn dem Anspruch eines zwanglosen Spielens mit gemischten Mannschaften unterschiedlicher Leistungsfähigkeit, das möglichst wenig reglementiert sein sollte, konnten die Internationalen Volleyballregeln nicht genügen. Sie mußten so geändert werden, damit sich sowohl Anfänger als auch frühere

Ligaspieler als gleichberechtigte Partner gegenüber stehen konnten. Es mußte auch ein Weg geschaffen werden, damit Mannschaften, welche nicht dem WLSB angehören, auch am Spielbetrieb teilnehmen konnten. Und schließlich ging es unter anderem noch darum, Adressen von Mannschaften zu sammeln, welche Interesse an Turnieren oder am relgelmäßigen Spielverkehr hatten.

Am 30./31.05.1981 führte Hilda Bauer in Zuammenarbeit mit dem TV Cannstatt das 1. Freizeit-Volleyball-Pokalturnier des VLW mit 48 Mannschaften durch. Dieses Turnier ist inzwischen zur Tradition geworden. Obwohl das Teilnehmerfeld inzwischen auf 72 Mannschaften aufgestockt wurde, ist die Zahl der Bewerber weit höher, so daß Qualifikationsturniere stattfinden müssen.

Der Aufbau der Freizeit-Mixed-Runde war insofern schwieriger, weil für die geplante regionale Gliederung erst eine Organisation aufgebaut werden mußte.

Im Bezirk Nord konnte eine Freizeitrunde, welche 1981 durch die Initiative des TV Hausen entstanden war, in den VLW integriert werden. Im Bezirk West startete 1984 die erste Spielrunde. 1985 konnten in den Bezirken Süd und Ost die ersten Rundenspiele aufgenommen werden.

Der Aufbau dieses Mixed-Spielverkehrs ist eng mit den Namen der heutigen Bezirksfreizeitsportwarte Ursula Zimmermann, Herbert Lebert, Manfred Lehr, Siegfried Schlüter und der Projektbeauftragten für die Mixed-Spielrunde, Heidi Lichtenberger, verbunden.

Eine wesentliche organisatorische Hilfestellung für die Vereine war die Adressensammlung des VLW, welche als Broschüre, immer wieder ergänzt, den Vereinen zur Verfügung gestellt wurde.

Durch umfangreiche Fragebogenaktionen wurden die Wünsche und Interessen der Freizeitgruppen ermittelt und das heutige Angebot darauf aufgebaut:

- Unterstützung der Vereine bei der Erstellung von Spielplänen für Turniere und bei der Organisation
- Erstellung einer Mustervereinbarung zwischenVerein und kooperativ angeschlossenen Sportgruppen
- Vereinfachte Volleyball-Spielregeln
- Angebot von Mini-Volleyball,
- Literaturverzeichnis zum Volleyballsport mit Bezugsquellen
- Informationen für Neu-Mitglieder imVLW Hinweise für Bezuschussungsmöglichkeiten durch den WLSB
- Freizeit-Info als Informationsbroschüre für die Freizeitgruppen
- Koordination von Veranstaltungsterminen

Die Organisation des Freizeitsports

Im Jahre 1978, dem Gründungsjahr des organisierten Freizeitsports im VLW, wurde kommissarisch ein Freizeitsportausschuß mit drei Aufgabenschwerpunken eingesetzt:

Lehrprogramme: Axel Singer
Lehrgänge: Winfried Röhler
Organisation und Beauftragte für den Freizeitsport: HildaBauer

Auf dem Verbandstag 1982 wurde der Freizeitsport in den Satzungen des VLW verankert und hat danach folgende Struktur:

Freizeitsportreferent mit Sitz und Stimme im Vorstand des VLW:

1983-1986 Silvia Gulden
seit 1986 Dieter Milerski

Freizeitsportreferent und Bezirksfreizeitsportwarte bilden den Freizeitsportausschuß.

Die Ausbildung der Freizeitsportübungsleiter erfolgt durch den Lehrwart.

1985 wurde der Freizeitsportausschuß um die Projektbeauftragte Heidi Lichtenberger erweitert, zu deren Aufgabengebiet es gehört, in einem Modellversuch eine Mixed-Spielrunde für Freizeitmannschaften im Bereich des VLW einzuführen. Damit ist die Organisation des Freizeitsports an die gewachsenen Aufgaben angepaßt worden und ist auch im Jahre 1987 noch gültig.
Statistische Anmerkungen

Vom VLW erfaßte Kontaktadressen von Freizeitgruppen:

1978 12 Adressen
1980 82 Adressen (l. Adressenverzeichnis)
1981 125 Adressen (2. Adressenverzeichnis)
1982 563 Adressen (3. Adressenverzeichnis)
1983 380 Adressen (4. Adressenverzeichnis)
1987 499 Adressen (5. Adressenverzeichnis in Vorbereitung)

Freizeit-Volleyball-Pokalturniere

Jahr Ausrichter Sieger
30./31.5.81 TV Canstatt Garching (BVV)
26./27.6.1982 TV Canstatt Garching (BVV)
30.4./1 5.83 SpVg Feuerbach Schmetterkatzen
7./8.7.84 TSV Weilimdorf Calmbach
6./7.7.85 VfL Sindelfingen Sindelfingen
7./8.6.86 SSV UIm Sindelfingen

Das erste Turnier hatte 48 Teilnehmer, alle anderen Turniere 72 Teilnehmer, welche in Vorturnieren ermittelt wurden. Seit 1983 sind nur noch Mannschaften, die dem VLW angehören, zugelassen



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