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Leistungssport

Die ersten Jahre (bis 1967)

Als der VLW gegründet wurde, gab es seit 6 Jahren Volleyball-Nationalmannschaften. Eine gezielte Leistungsförderung war allerdings beim DVV noch nicht erkennbar. Die besten Spieler wurden ad hoc zu internationalen Vorhaben zusammengezogen, wobei die Nationalmannschaften bis Mitte der 60er Jahre vorzugsweise aus Spielern gebildet wurden, die ihre Grundausbildung nicht in der Bundesrepublik erhalten hatten.

Auch in Württemberg handelte es sich bei den stärksten Spielern in den ersten Jahren weitgehend um Ausländer oder aus der DDR stammende Spieler. 1964 führte der DVV zusätzlich zu den Deutschen Meisterschaften eine Sichtungsveranstaltung ein. Er schrieb einen Bundespokalwettbewerb aus, in dem die inzwischen formierten 4 Regionalbereiche gegeneinander antraten und Bayern und Württemberg gemeinsam eine Auswahl stellten. Eine systematisierte Leistungsförderung lag der Teilnahme ebensowenig zugrunde wie ein intensives und modernes Training. Eine Altersbegrenzung für die Spieler gab es nicht.

Anfänge des Leistungssports (1967-1971)

Im Vorfeld der Olympischen Spiele 1972 setzte allgemein eine intensive Förderung ein.

1968 begann in Baden-Württemberg die Talentsichtung und Talentförderung. Der Landesausschuß zur Förderung des Leistungssports in Baden-Württemberg wurde gebildet und mit der Verteilung der vom Land zurVerfügung gestellten Fördermittel betraut.

Auch Volleyball wurde mit Bundes- und Landesmitteln bedacht. Der Sport nahm dies dankbar auf und begann mit der Strukturierung seiner leistungssportlichen Betätigung.

Der DVV errichte 1969 eine 2-teilige Bundesliga und 1971 eine 1-teilige Olympialiga.

Mit der Einführung von Jugendrunden im VLW im Jahre 1967, mit der Intensivierung des Jugendtrainings in Fördergruppen und mit der Umstellung des Bundespokals auf Junioren bzw. später auf Jugendliche einher ging beim VLW der Beginn einer systematisierten Kaderarbeit mit Vorbereitungslehrgängen, Vergleichsspielen und dem Hauptereignis Bundespokal. In die zentrale Förderung wurden Jungen und Mädchen zwischen 14 und 19 Jahren einbezogen. Dies begann 1967 und wurde 1969 erheblich intensiviert. Begleitet wurde die beginnende Leistungsförderung mit der Ausrichtung erster Länderspiele und von Werbekampagnen im Rahmen der Stuttgarter Ausstellung "Motor, Sport, Freizeit". In diesen Jahren deutete sich der große Aufschwung schon an, der ab 1972 einsetzte und dank konsequenter Anpassung der verbandlichen Arbeit problemlos aufgefangen werden konnte.

Aufbau eines Förderungskonzepts (1971-1978)

Mit Trennung der Aufgaben des Lehrwarts von denen des Sportwarts im Jahre 1971 konnte sich Josef Mosonyi, der für die leistungssportlichen Belange seit 1964 durchgehend bis heute verantwortlich ist, ganz auf die Leistungsförderung konzentrieren. Die Lehrgangstätigkeit wurde ausgebaut. Es setzte eine altersmäßig differenzierende Betreuung ein. Lag die Förderung 1971 noch weitgehend bei den Junioren, so wurde sie nach und nach umgestellt auf jüngere Jahrgänge hin zur A- und später zur B-Jugend. Gemeinsam mit der Deutschen Volleyballjugend, die für die sportliche Jugendarbeit im DVVzuständig ist, wurde ein klares und in sich stimmiges Förderkonzept aufgestellt, das bis heute in seinen wesentlichen Zügen gilt. Ausgerichtet war und ist danach die Nachwuchsarbeit auf die Bildung von DVV-Junioren-Nationalmannschaften, die an den Junioren-Europa-Meisterschaften teilnehmen. Die Landesverbände haben sich mit einem 2-jährigen Ausbildungsrhythmus beim D-Kader angepaßt und im Rahmen einer konsequenten Aufbauarbeit eine Altersstufung eingeführt. Auf Bundesebene wurden inzwischen Bundespokalturniere für A-Jugendmannschaften durchgeführt. Jedoch mußten regionale Ausscheidungen stattfinden, da nur die 4 Regionalqualifikanten in das Bundesturnier gelangten. Dank einer fortschrittlichen und intensiven

Arbeit gelang es dem VLW in dieser Zeit überwiegend, gegen die bayerischen Mannschaften die Qualifikation zu schaffen. Ab 1977 werden die Bundespokalturniere auch für B-Jugend ausgeschrieben.

Ausbau des Förderungskonzepts (1978-1982)

Die Bundespokalwettbewerbe blieben weiterhin das bestimmende Jahresereignis in der Sportförderung. Ihr Wert wurde 1978 gesteigert, indem alle 13 Landesverbände zu einem großen Turnier zusammengefaßt wurden. Nun zeigte sich, welche Landesverbände nicht nur Technik, Taktik und Mannschaftsbildung, sondern auch die Kondition in ihrer Vorbereitung berücksichtigt hatten. Ab 1979 kam als 3. Bundespokal derjenige für die C-Jugend hinzu. Er wurde jedoch aus Kostengründen nur noch abwechselnd mit dem A-Jugend-Pokal durchgeführt.

Der VLW führte zur Vorbereitung seiner Kader regelmäßig zentrale Lehrgänge durch und unterhielt bei den Vereinen mit mehreren Kaderspielern Stützpunkte zur Stärkung der Vereinsarbeit unter Aspekten der Leistungsförderung des VLW. Die Länderspielkontakte werden ausgebaut. Die traditionelle Freundschaft mit der Ligue Lorraine und die regelmäßigen gemeinsamen Maßnahmen mit Nord- und Südbaden, die jeweils bereits 1973 entstanden sind, wurden zu tragenden Säulen in der Jahresplanung und zu wesentlichen Erlebnissen ganzer Kaderspielergenerationen.

Intensivierung (1982-heute)

Die letzten Jahre führten zu einer weiteren Zunahme der Förderungsmaßnahmen. Die an sich mit 18 Jahren aus der Förderung ausscheidenden Talente wurden noch ein Jahr gehalten und zu einer Schlußveranstaltung geführt. Dies ist seit 1981 der Alpencup, der vom VLW initiiert ist und von Bayern, Österreich und der Schweiz mitgetragen wird.

Wesentliche Schritte zur Verbesserung der Sichtung, zur Vorverschiebung des Förderungsbeginns und zur Verbindung der Fördergruppenarbeit mit der VLW-Förderung sind die Regionalisierung der Eingangsförderung und die Bildung von E-Kadern. Die Regionalisierung ist inzwischen erreicht durch Aufbau des Leistungssports in den 4 Bezirken, Bildung von Bezirksauswahlmannschaften, Durchführung von Leistungslehrgängen und dem jährlichen Bezirkspokal sowie Einsatz von Honorartrainern. Das Förderalter beträgt 13-15 Jahre. Altersmäßig tritt eine Überlappung mit den unter den D-Kadern (15-18 Jahre) gebildeten W-Kadern (12-14 Jahre) ein, der die besten C-Jugendlichen erstmals in der zentralen Förderung des VLW erfaßt.

Die Sportlandschaft hat sich erweitert um Begegnungen mit Israel, Luxemburg, Südtrol und Picardie. Die Betreuung wurde ausgebaut durch Einsatz von Co-Trainern und insbesondere von Physiotherapeuten. Wesentlichen Anteil an der organisatorischen Bewältigung hat zunehmend die 1982 eingerichtete Geschäftsstelle in Nürtingen.

Ein außergewöhnlicher Erfolg für den württembergischen Volleyballsport ist die Einrichtung des ersten Ballspiel-Teilzeitinternats in Baden-Württemberg in Creglingen unter Mitwirkung von Schule, Verein, Gemeinde, Landkreis, Kultusministerium, Landesausschuß zur Förderung des Leistungssports im VLW im Jahr 1986. Damit wurde zugleich die außerordentlich erfolgreiche Jugendarbeit des TV Creglingen und vor allem von Rudi Sonnenbichler honoriert und zur Basis einer weiteren Verbesserung dieser Arbeit gemacht.

Ausblick

Wesentliche Ziele der Leistungsförderung durch den VLW sind:

a) Schaffung eines Bewußtseins für die Leistungsförderung und Anregung eines leistungsbezogenen Trainings bei Spielern und Vereinen

b) Heranbildung von D-Kader-Athleten und ihre Überführung in Bundeskader

c) Unterhaltung von altersgemäßen Auswahlmannschaften und Durchführung von Leistungsvergleichen und Sportbegegnungen

d) Hilfestellung für die Vereine bei ihrer Nachwuchsförderung

e) Schaffen eines Nachwuchses für Übungsleiter, Trainer, Physiotherapie, die ausreichende Erfahrung mit dem Leistungssport sammeln konnten.

f) Neuorientierung derTalentsichtung und -förderung nach Maßgabe der Auflagen des Württembergischen Landessportbundes, die derzeit in Vorbereitung sind. Eine deutliche Straffung muß auf jeden Fall erreicht werden.

g) Ausbau der leistungssportlichen Arbeit in den Bezirken.

h) Verbesserung der medizinischen und sozialen (Schule, Arbeitsplatz, Ausbildung, Bundeswehr usw.) Betreuung der Athleten

i) Verbesserung der organisatorischen Begleitung der Maßnahmen

Da diese Ziele alle zusätzlichen Aufwand mit sich bringen, müssen zunächst die erforderlichen Mittel bereitgestellt und die Ziele gewichtet werden.

Erfolge des VLW

Aus der Förderung im VLW sind zahlreiche Spieler in die Bundeskader A bis C des DVV gelangt. Zuerst schaffte dies Paul Leininger 1966. Sein Schüler Gerhard Weber war der 1. VLW-Spieler, der Mitte der 70er Jahre eine wichtige Rolle in der Nationalmannschaft spielte. Den eigentlichen Durchbruch im DVV schafften jedoch Renate Riek als Rekordnationalspielerin mit über 360 Berufungen, Andrea Sauvigny und Beate Bühler (heute Bayern Lohhof), die alle an den Olympischen Spielen in Los Angeles teilnahmen und den 5. Platz erreichten. Die zahlreichen kürzeren Berufungen auch bei den Junioren und der Jugend sollen hier nur erwähnt werden.

Als Maßstab für die Erfolge der Leistungsförderung sieht der LAL die Ergebnisse der Bundespokalturniere an. Diese sind insgesamt außerordentlich gut und für einen relativ kleinen Verband mit überwiegend eher zweitrangingen Ergebnissen bei den Deutschen Volleyballjugendmeisterschaften recht eindrucksvoll. Sie zeigen, wie erfolgreich die sehr intensive und engagierte Aufbauarbeit des VLW und seines Sportwartes Mosonyi, seiner Trainer und Bezirkssportwarte ist. Seit 1977 hat es folgende 1. Plätze gegeben:

Jahr - Mädchen - Jungen

1977 - B-Jugend
1978 A-Jugend A-Jugend
1979 - A-Jugend
1980 A-Jugend
1983 - A-Jugend
B-Jugend
1984 - B-Jugend



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