headerphoto

25 Jahre Schiedsrichterwesen

Wo Volleyball aktiv gespielt wird, werden auch Schiedsrichter benötigt. So wurde bei der Gründung des VLW auch das Schiedsrichterwesen als Fachbereich mit eingeführt.

Aufgrund der geringen Zahl an Mannschaften war natürlich auch der Bedarf an Schiedsrichtern zunächst nur sehr gering. Unter den beiden ersten Landesschiedsrichterwarten Manfred Neubert (Reutlingen) und Anton Bauer (Stuttgart) liefen deshalb praktisch nur die Vorbereitungen im Lande ab, die Schiedsrichterprüfungen mußten - mangels offizieller Prüfer - zentral im Bereich des DVV durchgeführt werden. Erst unter Josef Mosonyi (Stuttgart), der von 1965 bis 1969 amtierte, wurden auch Lehrgänge auf Landesebene durchgeführt. Diese waren stark praxisorientiert, da die Teilnehmer im Gegensatz zu heute praktisch alle über die notwendige Spielpraxis verfügten. Einheitliche schriftliche Prüfungsunterlagen existierten noch nicht. So wurden z.B. 1966 von den zur damaligen Zeit vorhandenen Prüfern Franz Schmidt (seit 1964) und Josef Mosonyi (seit 1965) zwei mit der Übungsleiterausbildung gekoppelte, jeweils eineinhalbtätige Lehrgänge mit insgesamt etwa 15 Teilnehmern in der Sportschule Ruit abgehalten. Von den bis 1966 ausgebildeten rund 30 Schiedsrichtern sind mit Jörg Schwenk, Franz Schmidt, Josef Mosonyi und Klaus Fezer heute nur noch 4 aktiv tätig.

1966 gab es wohl auch die ersten größeren Probleme zwischen Schiedsrichtern und Mannschaften, wurde doch mit Jahresbeginn die Leistungsnachweispflicht für A- und B-Schiedsrichter eingeführt. Dies betraf zur damaligen Zeit immerhin 6 VLW-Schiedsrichter!

Die geringen Ausbildungszahlen steigerten sich auch in den folgenden Jahren nur langsam. Im Bericht des Bundesschiedsrichterwartes Besch für den DVV ist nachzulesen, daß 1967 im Bereich des VLW immerhin 7 Jugend-, 23 C- und 1 A-Lizenz vergeben wurden.

Unter Mosonyi's Nachfolgern Jörg Schwenk (Stuttgart) 1969/70 und Klaus Lange (Ulm) 1970/72 wurden die ersten Lehrgänge mit bundeseinheitlichen Prüfungsanforderungen und -unterlagen durchgeführt. Dem wachsenden Schiedsrichterbedarf wurde Rechnung getragen durch ein verstärktes Lehrgangsangebot und durch einen vergrößerten Lehrstab; nach und nach erhielten Jörg Schwenk, Günther Ludwig, Manfred Klotzbücher, Klaus Lange und Josef Sebali die Prüferlizenz. Während man in den Anfangsjahren durch eine mit "gut" bestandene Prüfung sofort die B-Lizenz erhalten konnte, wurde jetzt auch die Gliederung in die einzelnen Lizenzstufen deutlich; während über die Zahl der existierenden C-Lizenzen keine Unterlagen vorhanden sind, verfügte der VLW zu Beginn der Saison 71/72 mit Mosonyi über einen 1- und mit Schmidt über einen A-Schiedsrichter, darüberhinaus gab es 7 B-Schiedsrichter.

Nachdem der Posten des Schiedsrichterwartes 1 Jahr nicht besetzt werden konnte, übernahm 1973 Josef Sebali (Korntal) das Ruder. Das explosive Wachstum in Folge der Olympischen Spiele von München schlug sich auch im Bereich der Schiedsrichter nieder. So ergibt die Statistik für Mitte 1975 insgesamt 170 Schiedsrichter, darunter 1 I-, 2 A- und 16 B-Schiedsrichter. Dies und die bundesweite Einführung der Kandidaturen vor den entsprechenden Lizenzstufen mußte auch zu Konsequenzen auf dem personellen Sektor führen. Neben der Entlastung bei der Schiedsrichtereinteilung für die Regionalligen Süd durch den neu gewählten Regionalschiedsrichterwart Klaus Fezer (EIIwangen) trug Sebali dem steigenden Interesse der Vereine dadurch Rechnung, daß er begann, eine Bezirksorganisation aufzuziehen: noch ohne konkreten Aufgabenbereich fand er 4 Mitarbeiter, die in den Bezirken tätig werden sollten: Roland Staiger in Süden, Jürgen Freudenberg im Westen, Joachim Reschke im Norden und Klaus Fezer im Osten. Zu einer echten Entlastung des Landesschiedsrichterwartes durch die 4 Bezirksschiedsrichterwarte aber kam es erst Anfang 1976, als Fezer (Herbrechtingen) Sebali ablöste. Durch die Einführung der Verlängerungspflicht der Lizenzen auch im C-Bereich durch entsprechenden Leistungsnachweis kam es zwar zunächst zu einem Rückgang der aktiven Schiedsrichter auf ca. 120, doch stieg durch systematischen Aufbau die Zahl stark an. Der Aufgabenbereich der Bezirksschiedsrichterwarte wurde größer, sie entwickelten sich im Laufe der nächsten Jahre zu selbständig tätigen Mitarbeitern. Die Qualität der aktiven Schiedsrichter konnte durch die Pflichtfortbildung gesteigert werden.

Notwendigerweise mußte in den Jahren nach 1975 der Lehrstab stark ausgeweitet werden; so kamen nach und nach folgende Schiedsrichter zu den bisherigen Prüfern dazu: 1975: Klaus Fezer, 1976: Fritz Bauer, Jürgen Freudenberg, Klaus Herrmann, Gerd Savel, Axel Singer und Roland Staiger, 1977: Karl-Heinz Durst und Heinz Jakob, 1978: Horst Sadlo, Reinhold Staiger und Klaus Steiner, 1979: Walter Fleck und Thomas Klein, 1980: Johannes Fezer, 1982: Peter Ahrens, Larissa Glaser, Roland Pacella, Rolf Schmid und Manfred Schulz sowie 1985 ConstantinArmasescu und Ulrich Bischof. Mit der Zeit beendeten dann aber auch einige Prüfer ihre Mitarbeit: G. Ludwig, M. Klotzbücher, K. Lange, J. Schwenk, A. Singer und W. Fleck.

Während der Jahre 1976 bis 1986 wurden von diesem Kreis rund 12.000 Volleyballspieler aus- und fortgebildet, wobei alleine in den letzten Jahren im Schnitt rund 10 Einsätze bei Lehrmaßnahmen auf jeden Prüfer kamen.

Wesentlichen Anteil an der Aufbauarbeit leisteten die Mitglieder des Schiedsrichterausschusses, bei denen Kontinuität und nur wenig Wechsel den Kurs bestimmten: J. Freudenberg ist noch von Anfang an dabei, im Süden folgte Reinhold Staiger 1978 seinem Bruder Roland nach und blieb bis zur Ablösung durch L. Glaser 1986 im Amt. Im Osten folgte H. Jakob K. Fezer nach, im Norden löste 1977 K. Steiner J. Reschke ab.

Die Qualität der württembergischen Schiedsrichter ist heute bundesweit anerkannt und wurde auch dadurch zum Ausdruck gebracht, daß sich die Zahl der Spitzenschiedsrichter aus dem VLW gewaltig gesteigert hat. Mit K. Fezer kam zu J. Mosonyi ein zweiter Internationaler, mit F Bauer, K. Herrmann, J. Freudenberg, H. Sadlo, G. Savel und R. Staiger kamen 6 A-SR zu F. Schmidt und J. Sebali hinzu, weitere SR sind auf dem Sprung in den Bundesliga-Kader.

Zu Beginn des Jubiläumsjahres sind im VLW rund 2700 Schiedsrichter aktiv, davon rund 1400 C-Kandidaten, ca. 1150 C-Schiedsrichter sowie etwa 150 mit höheren Lizenzen.

Mit unserem Dachverband, dem DVV, wird seit Jahren gut zusammengearbeitet. K.Fezer ist seit 1974 als Regional- bzw. Landesschiedsrichterwart, J. Freudenberg seit 1980 als Regionalschiedsrichterwart Mitglied in der Konferenz der Schiedsrichterwarte, K. Fezer war 4 Jahre lang Mitglied des Bundesschiedsrichterausschusses, J. Mosonyi und K. Fezer sind als A-Prüfer bundesweit eingesetzt.



Partner des VLW


VOLLEYBALL ERGEBNIS APP

Spielergebnisse und Ergebnisübermittlung in einer App - jetzt abholen und als Ergebnismelder registrieren!

PHOENIX II

Vereinsaccount, Meldung Kleinfeldmannschaften, ePass, Meldebogen, Zugang Staffelleiter
>>> https://vlw.it4sport.de

Newsletter abonnieren

Der VolleyNewsletter ist der offizielle Newsletter des Volleyball-Landesverbandes Württemberg e.V (VLW) und bringt wichtige Informationen aus der Volleyballwelt zeitnah und aktuell an alle Abonnenten.

JETZT ABONNIEREN

Veranstaltungen


Zum Event-Kalender